Kraftwerk-Betreiber suchen Gespräch

Bernburg/MZ. - Das bestätigten hochrangige Unternehmenskreise der Energie Anlage Bernburg GmbH (EAB) am Dienstagabend am Rande der Festveranstaltung zum 125-jährigen Jubiläum der Bernburger Solvay-Werke. Unklar ist jedoch noch, wann und auf welcher Ebene die Gespräche stattfinden werden. "Darüber sind keine Absprachen getroffen worden", so ein verantwortlicher ...

Von Lars Geipel 09.09.2008, 19:08

Das bestätigten hochrangige Unternehmenskreise der Energie Anlage Bernburg GmbH (EAB) am Dienstagabend am Rande der Festveranstaltung zum 125-jährigen Jubiläum der Bernburger Solvay-Werke. Unklar ist jedoch noch, wann und auf welcher Ebene die Gespräche stattfinden werden. "Darüber sind keine Absprachen getroffen worden", so ein verantwortlicher Mitarbeiter.

Unterdessen haben sowohl Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) als auch der Vorstandsvorsitzende der internationalen Solvay-Gruppe, Christian Jourquin aus Belgien, und der Leiter des Bernburger Solvay-Werkes, Thomas Müller, in ihren Festreden auf die Bedeutung der geplanten Anlage hingewiesen. "Das ist mehr als ein Stück Zukunftssicherung für den Solvay-Standort Bernburg, für die hunderten Arbeitsplätze sowie die Stadt", so Werkleiter Müller. Allerdings könne er die Sorgen und Ängste der Anwohner verstehen: "Deswegen brauchen wir auch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit." Unterdessen bedankte sich Ministerpräsident Böhmer bei Solvay für die etwa 500 Millionen Euro, die seit Anfang 1990 in die Modernisierung des Werkes geflossen sind. "Sie haben einer ganzen Region Stabilität gegeben." Der Vorstandschef der internationalen Solvay-Gruppe, Jourquin, erinnerte daran, dass der Standort Bernburg die bewegendste und an Umwälzungen reichste Epoche der europäischen Geschichte verkörpere. Trotz der momentanen Unstimmigkeiten mit der Bürgerinitiative Bisa glaube er an die "Dauerhaftigkeit" des hiesigen Solvay-Werkes: "Wir sind in Bernburg sehr glücklich."