Flugzeugabsturz bei Könnern

Flugzeugabsturz bei Könnern: Piloten-Leiche ist obduziert worden

Könnern/Kirchedlau - Eine Woche nach dem Kleinflugzeugabsturz bei Könnern ist die Leiche des Piloten obduziert worden. Dem ersten Anschein nach habe Fremdeinwirkung ausgeschlossen werden können. Auch für einen natürlichen Tod spreche momentan nichts. „Nach derzeitigem Kenntnisstand ist der Tod durch den Absturz eingetreten“, teilte Marco Kopitz, Pressesprecher der Polizei im Salzlandkreis auf MZ-Anfrage mit. Allerdings handele es sich hierbei nur um ein vorläufiges Ergebnis. Weitere Untersuchungen seien nötig. Die Ermittlungen nach der Absturzursache gehen daher weiter in alle Richtungen. Medienberichte, wonach die einmotorige Unglücksmaschine möglicherweise sabotiert wurde, bestätigten weder Kopitz noch Oberstaatsanwalt Frank Baumgarten. Natürlich könne man das nicht grundsätzlich ausschließen, es gebe aber gegenwärtig weder Verdachtsgründe gegen Dritte noch irgendwelche Anhaltspunkte dafür. Und auch die Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, die das Wrack untersuchen, haben ihre Arbeit noch nicht abgeschlossen. Wie BFU-Sprecher Germout Freitag sagte, sei erst in sechs bis acht Wochen mit einem Zwischenbericht zu ...

Von Susanne Thon 16.09.2015, 18:11

Eine Woche nach dem Kleinflugzeugabsturz bei Könnern ist die Leiche des Piloten obduziert worden. Dem ersten Anschein nach habe Fremdeinwirkung ausgeschlossen werden können. Auch für einen natürlichen Tod spreche momentan nichts. „Nach derzeitigem Kenntnisstand ist der Tod durch den Absturz eingetreten“, teilte Marco Kopitz, Pressesprecher der Polizei im Salzlandkreis auf MZ-Anfrage mit. Allerdings handele es sich hierbei nur um ein vorläufiges Ergebnis. Weitere Untersuchungen seien nötig. Die Ermittlungen nach der Absturzursache gehen daher weiter in alle Richtungen. Medienberichte, wonach die einmotorige Unglücksmaschine möglicherweise sabotiert wurde, bestätigten weder Kopitz noch Oberstaatsanwalt Frank Baumgarten. Natürlich könne man das nicht grundsätzlich ausschließen, es gebe aber gegenwärtig weder Verdachtsgründe gegen Dritte noch irgendwelche Anhaltspunkte dafür. Und auch die Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, die das Wrack untersuchen, haben ihre Arbeit noch nicht abgeschlossen. Wie BFU-Sprecher Germout Freitag sagte, sei erst in sechs bis acht Wochen mit einem Zwischenbericht zu rechnen.

Der Pilot war mit seiner Beechcraft Sierra am Donnerstagmorgen vergangener Woche im niedersächsischen Wittmund gestartet - und nach MZ-Informationen unterwegs zum Flugplatz Halle/Oppin. Dort kam er jedoch nie an. Auf einem Acker zwischen Könnern und Kirchedlau stürzte die Maschine ab, nachdem der 52-Jährige ein Notsignal abgesetzt hatte. Passagiere hatte er keine an Bord. Bei dem Mann handelte es sich um einen Offshore-Windparkbetreiber aus dem ostfriesischen Westerholt. Er hatte eine Frau und drei Kinder. Am Morgen des Unglückstages herrschte dichter Nebel. (mz)