Wintersportverein Güntersberge

Wintersportverein Güntersberge: Sportanlage hat Finanzierungslücke

Güntersberge/MZ. - Große Hoffnungen setzen die Vereinsmitglieder auf die geplante Sportanlage. Seit fünf Jahren läuft die Planung, doch vom Bau ist nichts zu sehen. "Alle Arbeit scheint bislang umsonst. Wir warten sehnsüchtig", sagte Dombek zu den für den Verein nach wie vor nicht sehr günstigen Trainingsbedingungen und dem vom Neubau erhofften ...

Von Detlef Anders 15.04.2003, 13:21

Große Hoffnungen setzen die Vereinsmitglieder auf die geplante Sportanlage. Seit fünf Jahren läuft die Planung, doch vom Bau ist nichts zu sehen. "Alle Arbeit scheint bislang umsonst. Wir warten sehnsüchtig", sagte Dombek zu den für den Verein nach wie vor nicht sehr günstigen Trainingsbedingungen und dem vom Neubau erhofften Imagegewinn.

"Güntersberge soll auf Platz eins für den Sportstättenbau im Land stehen", hat Bürgermeister Kurt Kipper erfahren. Doch es hat sich trotz der avisierten Landesförderung eine Finanzierungslücke aufgetan. Für die benötigte Förderung mit Lotto-Toto-Geldern wurde bislang noch gar kein Antrag gestellt, musste Kipper gestehen. Diesen wollten nach Kippers Angaben eigentlich die Projektsteuerer stellen. Nun müsse die Stadt schnell handeln. "Wir wollen und können nicht über 500 000 Euro Eigenkapital aufbringen. Sonst sind Zinsen und Tilgung nicht zu schultern", meinte Kipper zu dem Problem.

Trotz aller Probleme konnten die Fachwarte über gute sportliche Leistungen berichten. Auch wenn der Verein den Wintersport im Namen führt, beschränken sich die Aktivitäten nicht allein auf das Skilaufen. Tischtennis, Sportgymnastik, Volleyball, Unihockey, Crosslauf und Inline Skating ermöglicht der Verein seinen Mitgliedern in den acht Sektionen.

Stefanie Küh wurde für ihre Erfolge beim Inline-Skating als Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. Als besonders eifrige Tischtennis-Spieler ehrte der Vorstand Stefan Losse und Sandra Rieche. 18 Sportler trainieren in der Sektion Skilanglauf. Inline-Skating, Skirollerlauf und Crosslauf werden hier zum Trainingsaufbau eingesetzt. Weil der Sport anstrengend ist, sei die Gewinnung von Kindern für den Skilanglauf schwierig, schätzte Dombek ein. Trotzdem sind die Güntersberger Skater auf Kreisebene "seit zwei Jahren eine gefürchtete Macht".

Die Volleyballerin Sabine Grzyb freute sich, dass ihre Mannschaft auch ohne Trainer schon zwei Spiele in dieser Saison gewonnen hat und erstmals nicht auf dem letzten Tabellenplatz steht. Das Volleyballturnier am Bergsee wertete sie als großen Erfolg. Zu den jährlichen Höhepunkten werden auch in Zukunft das Tischtennis-Neujahrsturnier, der Lauf in den Frühling, das Sommersportfest, die Herbstwanderung und der Skibasar zum Weihnachtsmarkt gehören. Mit dem Seefest sei sogar eine neue Tradition begründet worden.

Als ein weiteres herausragendes Ereignis bezeichnete Bernd Dombek die Herbstwanderung mit dem Partnerverein in Clausthal. Bald wird Güntersberge Gastgeber sein.