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Trainerin im Ehrenamt Warum Ilona Hulsch 20 Jahre lang kleinen Ascherslebenern das Schwimmen beigebracht hat

Ilona Hulsch ist seit 20 Jahren Schwimmtrainerin. Für ihr ehrenamtliches Engagement ist sie nun ausgezeichnet worden.

Von Katrin Wurm 13.06.2024, 16:15
Ilona Hulsch bringt Kindern das Schwimmen bei. Seit 20 Jahren ist sie Trainerin.
Ilona Hulsch bringt Kindern das Schwimmen bei. Seit 20 Jahren ist sie Trainerin. (Foto: Frank Gehrmann)

Aschersleben/MZ - Wie vielen Kindern sie schon das Schwimmen beigebracht habe? Ilona Hulsch winkt ab. „Das weiß ich nicht, es waren so viele!“ Die Ascherslebenerin ist seit fast 20 Jahren lizenzierte Schwimmtrainerin und kümmert sich vor allem um die Kleinsten, also um die, die das Schwimmen gerade erst erlernen. „Ilona ist zuständig für alles rund ums Seepferdchen. Zweimal wöchentlich steht sie am Beckenrand“, lobt Lok-Aschersleben-Vereinskollegin Sonja Backmann. Sie ist es auch, die Ilona Hulsch für Ehrung mit der MZ-Rose vorschlägt, die sie im Zuge der Kreis-Kinder- und Jugendspiele im Schwimmen am Wochenende im Ballhaus überreicht bekommt.

„Verdient!“, sind sich alle einig und spenden ihrer ehrenamtlich engagierten „Rosenhulschi“ viel Applaus. „Rosenhulschi“? „Ja, Ilona liebt die Blumen. Auf ihrem Grundstück pflegt sie über 150 Rosen und während der Blüte bindet sie für uns Trainerinnen tolle Sträuße“, freut sich Sonja Backmann.

Schon als Kind das Schwimmen geliebt

Die Liebe zu ihrem sportlichen Hobby habe sich schon früh entwickelt: Als Kind ist Ilona Hulsch zum Schwimmen gekommen. „Ich war schon immer gern im Wasser“, erinnert sie sich. Den Schwimmverein bei Rotation habe es nach der Wende nicht mehr gegeben und sie war in Sachen Schwimmsport erst einmal vereinslos.

Dann, als das Ballhaus gebaut wurde, was mittlerweile auch schon mehr als 20 Jahre her ist, sei sie dort immer gern ins Becken gesprungen und habe ihre Bahnen gezogen. „Dadurch hat sich das dann so entwickelt, dass ich Trainerin bei Lok-Aschersleben wurde. Ich habe mich weiterbilden lassen und Kurs für Kurs Kindern das Schwimmen beigebracht. Es war eine schöne Zeit“, blickt sie zurück. Doch dieses Kapitel möchte Ilona Hulsch bald abschließen, Ende des Jahres soll Schluss sein. „Jüngere können dann gern übernehmen“, sagt die 75-Jährige.

Radeln statt Schwimmen

Sie will sich ganz auf ihren Mann, ihren Rosengarten und das Fahrradfahren konzentrieren. Denn gemeinsam mit Vereinskollegin Sonja Backmann und zwei anderen Frauen unternimmt sie viele Radtouren. „Wir nennen uns ’Die vier Radlermädels’“, erzählt sie mit einem Lächeln. Die radelnde Truppe ist während der Corona-Pandemie eng zusammengewachsen. „Es macht uns Spaß, mit den Rädern unterwegs zu sein und die Umgebung und Natur zu erkunden.“