Harzklub-Zweigverein Bad Suderode

Harzklub-Zweigverein Bad Suderode: «Pohl-Eiche» erinnert jetzt an Wanderwart

Bad Suderode/MZ. - Die Mitglieder des Harzklub-Zweigvereins Bad Suderode haben am Sonnabend im Kurpark eine junge Eiche gepflanzt. Der Baum wird  im Gedenken an den ehemaligen Bad-Suderöder Wanderwart Günter Pohl den Namen  "Pohl-Eiche" ...

Von Detlef Anders

Die Mitglieder des Harzklub-Zweigvereins Bad Suderode haben am Sonnabend im Kurpark eine junge Eiche gepflanzt. Der Baum wird  im Gedenken an den ehemaligen Bad-Suderöder Wanderwart Günter Pohl den Namen  "Pohl-Eiche" tragen.

Der vor einem Jahr im Alter von 71 Jahren verstorbene Wanderwart gehörte zu den Bad-Suderödern, die den Harzklub 1990 wieder ins Leben riefen. Das ihm zunächst mehr aus der Not heraus aufgedrängte Ehrenamt wurde dem Ingenieurökonom schnell "zu einem echten Anliegen". "Ihm ist es zu danken, dass heute jeden Donnerstag Wanderungen für Kurpatienten und Urlauber sowie zahlreiche Familienwanderungen an Sonntagen angeboten werden", schätzte Mario Steder, der im Vereinsvorstand  für die Brauchtumspflege zuständig ist, ein.

Nicht nur als Wanderführer im Ort, auch bei der Wanderkartenrevision und Wegeplanung für den Hauptverein und darüber hinaus habe Pohl dazu beigetragen, den Tourismus in der Region zu fördern. Bürgermeister Gert Sauer würdigte die Zuverlässigkeit des ehrenamtlichen Wanderführers, der maßgeblich dazu beigetragen hat, dass Bad Suderode bei den Gästen bekannter geworden ist.

Die "Pohl-Eiche" steht nur wenige Meter entfernt vom Treffpunkt der Wandergruppen. Ein Gedenkstein, den Lieselotte Pohl und Gert Sauer enthüllten,  erinnert an den bescheidenen und beliebten Wanderführer. Die Idee dazu kam den Vereinsmitgliedern, nachdem sie in einem anderen Harzklub-Zweigverein von dieser Art der Würdigung eines besonders verdienten Mitgliedes erfahren hatten. "Ein Baum lag nahe, weil Günter viel im Wald gewandert ist", schilderte Steder. Die Eiche sei symbolisch gewählt worden, weil sie aus dem Wald in den Kurpark kam, wie der Berliner einst nach Bad Suderode und dort "feste Wurzeln schlug".