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Landesgartenschau 2010Erinnerungsstück an die Landesgartenschau 2010: Rose „Stadt Aschersleben“ wird wieder verkauft

Aschersleben - Sie ist wieder da: Die Rose „Stadt Aschersleben“ gilt als Erinnerungsstück an die Landesgartenschau, die die Stadt buchstäblich zum Blühen brachte. Ab sofort kann die rote Zierpflanze wieder als Topfware beim Garten- und Landschaftsbaubetrieb Hoffmann in Nachterstedt und auf Anfrage beim Betrieb von Jens Traunsberger in Hoym gekauft ...

Von Max Hunger 27.10.2018, 14:57

Sie ist wieder da: Die Rose „Stadt Aschersleben“ gilt als Erinnerungsstück an die Landesgartenschau, die die Stadt buchstäblich zum Blühen brachte. Ab sofort kann die rote Zierpflanze wieder als Topfware beim Garten- und Landschaftsbaubetrieb Hoffmann in Nachterstedt und auf Anfrage beim Betrieb von Jens Traunsberger in Hoym gekauft werden.

12,50 Euro pro Topf kostet die symbolträchtige Pflanze. Vom Erlös gehen 2,50 Euro je Rose an den Verschönerungsverein Aschersleben. Im Zuge der Landesgartenschau im Jahr 2010 hatte der Verein die Taufe der Rose angestoßen.

Über 1.500 Stück seien seitdem in Aschersleben, der Partnerstadt Peine und sogar über die Bundesgrenzen hinaus verkauft worden, sagt Steffen Amme vom Verschönerungsverein. „Die Rose erfreut sich großer Beliebtheit. Wir sind froh, dass wir nun einen regionalen Partner gefunden haben, der sie anbietet“, so Amme.

Amme: Eltern schenken Kindern beim Auszug eine Rose

Häufig gäben Eltern ihren Kindern beim Auszug die symbolträchtige Rose mit, erzählt Amme. So verbreite sie sich auch über die Region hinaus. Für diesen Herbst sei ein begrenztes Kontingent vorrätig, sagt Joachim Hoffmann, der die Rosen in seinem Betrieb züchtet. „Wir wollen nicht über den Bedarf produzieren, die Rose soll ja nicht verschleudert werden. Dafür trägt sie zu viel Botschaft“, sagt Hoffmann.

Die Blume stammt ursprünglich von einem französischen Züchter. Im Rahmen der Landesgartenschau wurde sie unter vielen Rosen zur Taufe ausgesucht. Und das nicht nur, weil sie hübsche Blüten trägt: Die Rose ist bienenfreundlich, heute eine wichtige Eigenschaft, wie Hoffmann erklärt. „Wegen des massenhaften Sterbens stehen die Bienen heute sehr im Vordergrund.“

Ascherslebener Rose ist ein Angebot für Insekten

Je stärker eine Rose gefüllt sei, desto weniger sei für die Bienen zu holen, sagt der Gartenbauer. Im Klartext: Je mehr Staubblätter im Zuge der Züchtung in Kronblätter umgewandelt wurden, desto weniger Blütenstaub können die Bienen mitnehmen. „Menschen empfinden gefüllte Rosen oft als schöner, aber wir brauchen ja die Bienen“, ergänzt Hoffmann. Die Ascherslebener Rose jedenfalls biete ausreichend Angebot für die fliegenden Bestäuber.

Seit 2008 trägt die florale Botschafterin außerdem das ADR-Prädikat. Nur wenige Rosen bekommen das Siegel der Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitenprüfung. Dazu werden die Pflanzen an verschiedenen Orten angepflanzt und über Jahre beobachtet. „Die Rosen werden auf Herz und Nieren geprüft“, bestätigt Hoffmann.

Sie müssten sich etwa nach einem Schädlingsbefall ohne den Einsatz chemischer Mittel wieder erholen und allgemein widerstandsfähig gegen verschiedene Wetterlagen sein. „Ich habe schon Rosen gesehen, die locker 40 bis 50 Jahre mitgemacht haben“, sagt Hoffmann. Damit Gärtner so lange Freude an ihren Zierpflanzen haben, werden alle Ascherslebener Rosen von Hand veredelt. Bis vor kurzem geschah das noch in der Mitteldeutschen Baumschule von Jens Traunsberger. Die jetzt erhältlichen Rosen wurden hier veredelt.

Für alle Gärtner hat Joachim Hoffmann noch einen Tipp: Wichtig sei, die Rosen nicht in den Schatten zu pflanzen. „Sie lieben die Sonne.“ Trotz trüben Wetters sei jetzt aber keine schlechte Zeit, um Rosen anzupflanzen, ergänzt Hoffmann. (mz)