„Alexa, bestelle mir ein Puppenhaus“

Amazon Echo: Nachrichtensprecher löst Massenbestellung aus

Köln - Der Nachrichtensprecher Jim Patton hat in einem US-News-Format des Senders CW6 in San Diego eine Massenbestellung bei Amazon ausgelöst. Eigentlich wollte Patton nur über ein kleines Mädchen berichten, das mit dem Sprachassistenten „Alexa" in Amazons intelligenten Lautsprecher Echo kommunizierte und versehentlich ein Puppenhaus und Kiloweise Kekse bestellte.

09.01.2017, 12:11
Amazons Echo-Box funktioniert auch über eine Sprachsteuerung.
Amazons Echo-Box funktioniert auch über eine Sprachsteuerung. dpa-tmn

Der Nachrichtensprecher Jim Patton hat in einem US-News-Format des Senders CW6 in San Diego eine Massenbestellung bei Amazon ausgelöst.

Eigentlich wollte Patton nur über die Geschichte eines kleinen Mädchens berichten: Die sechsjährige Brooke aus Texas hat sich über die Amazon Echo Box ihrer Mutter einige Wünsche selbst erfüllt. Das Gerät funktioniert mit einer digitalen Sprachassistenz - man kann darüber Kinokarten reservieren, ein Arzttermin vereinbaren oder Sachen bei Amazon bestellen.

Also versuchte die kleine Brooke ihr Glück, und sagte: „Alexa, bestell mir ein Puppenhaus“ und nur ein paar Stunden ging ihr Wunsch in Erfüllung: Vor der Haustüre stand der Paketbote mit dem begehrten Objekt, das umgerechnet 150 Euro kostete, inklusive zwei Kilo Keksen, die hatte Brooke nämlich auch noch bestellt.

Echobox der Haushalte reagierte auf Stimme des Sprechers

Wie das Nachrichtenportal heise.de berichtete, sagte der Anchorman während der Nachrichtensendung: „Ich liebe dieses Mädchen, wie sie sagt 'Alexa hat mir ein Puppenhaus bestellt'." Das reichte aus, damit der Amazon-Sprachassistent bei den zuschauenden Haushalten hellhörig wurde. Kurze Zeit später gingen beim Sender massenhaft Beschwerden ein. Zuschauer berichteten, dass ihre Echobox versucht habe, ein Puppenhaus zu ordern.

Technisch lässt sich der Effekt relativ einfach erklären. Die Spracherkennung der Box aktiviert sich mit den Schlüsselwörtern „Alexa“, „Echo“ oder „Amazon“, den Rest interpretierte Echo als Kommando. Ein aus sieben Mikrofonen bestehendes Set sorgt dafür, dass das Gerät auch leise gesprochene Sequenzen gut versteht. Die künstliche Intelligenz reagiert zudem auf jede Stimme, die mit ihr spricht.

Zur Sicherheit PIN anlegen

Die Ersteinrichtung ist schnell erledigt: Netzteil anschließen, das Gerät mit dem persönlichen Amazon-Konto mit dem Internet verbinden – schon hört „Alexa" zu. Eine Kaufoption ist im Echo standardmäßig aktiviert, lässt sich jedoch ausschalten. Alternativ kann man auch einen PIN anlegen, mit den man jeden Kauf erst bestätigen muss.

In Deutschland ist es momentan nur über eine Einladung möglich, die Amazon Echo Box zu bestellen. (cru/chs)