Betrügerischer Phishing-Versuch

Gefälschte Amazon-SMS: Vorsicht vor diesem betrügerischen Phishing-Versuch

Scheinbar kursiert derzeit eine SMS, die angeblich vom Internet-Versandhändler Amazon stammt. Der Inhalt der Textnachricht: „Ihr Amazon Konto ist aufgrund verdachtiger Aktivitaten gesperrt. Aktualisieren Sie bitte Ihre Informationen unter: www....“. Diese Nachricht ist nicht echt. Darüber informiert Mimikama, ein Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch, auf seiner ...

22.12.2016, 15:09

Scheinbar kursiert derzeit eine SMS, die angeblich vom Internet-Versandhändler Amazon stammt. Der Inhalt der Textnachricht: „Ihr Amazon Konto ist aufgrund verdachtiger Aktivitaten gesperrt. Aktualisieren Sie bitte Ihre Informationen unter: www....“. Diese Nachricht ist nicht echt. Darüber informiert Mimikama, ein Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch, auf seiner Webseite

Aufmerksamen Lesern dieser SMS sind vielleicht die Schreibfehler aufgefallen. Wer nicht so genau hinsieht und gleich auf den Link klickt, kommt auf eine täuschend echt aussehende Anmeldeseite von Amazon und soll dort seinen Daten aktualisieren. 

Phishing-Betrüger versuchen an die persönlichen Daten eines Internet-Nutzers zu gelangen

Und hier beginnt der Betrug, den Experten als sogenanntes „Phishing“ bezeichen. Kriminelle versuchen auf diesem Weg an die persönlichen Daten eines Internet-Nutzers zu gelangen und damit Identitätsdiebstahl zu begehen. Verwendet das Opfer beispielsweise auf vielen Seiten das gleiche Passwort, ist es ein Leichtes, Kontoplünderung zu begehen oder teure Bestellungen im Namen der Person aufzugeben.

„Geht es um Bankgeschäfte, Kontosperrungen und ähnliches und wird man aufgefordert, etwas anzuklicken, sollte man immer skeptisch sein“, rät Maurice Ballein, Redakteur beim IT-Portal „Netzwelt.de“. Und BSI-Sprecher Wagner sagt: „Erst denken, dann klicken!“ Helfen könnten drei Fragen: Kenne ich den Absender? Ist der Betreff sinnvoll oder vage („Dringende Nachricht“)? Erwarte ich einen Anhang? „Wenn da schon Zweifel bestehen, die Mail ungeöffnet löschen.“

Nichts klicken, gleich löschen

Ist die Nachricht gut gefälscht, könne man auch bei der Firma anrufen und nachfragen. „Nur nicht dem Link folgen“, sagt Wagner. Die Adresse könne man stattdessen manuell in den Browser eingeben und auf diese Weise prüfen. Hinter dem sichtbaren Link-Text kann sich nämlich eine andere Adresse verstecken. Ist angeblich ein Online-Konto betroffen, loggt man sich am besten über den offiziellen Weg dort ein und schaut nach, ob wirklich etwas vorliegt.

Im konkreten Fall der betrügerischen Amazon-SMS empfiehlt Mimikama: „Sollten Sie so eine SMS bekommen, dann reagieren sie bitte nicht auf diese und löschen Sie diese bitte sofort von Ihrem Mobiltelefon!“ (jym, mit Material von dpa)