Nostalgie aus der Kindheit Kinderbücher in der DDR: Diese drei Bücher sind echte Sammlerstücke
Viele Kinderbücher aus der DDR verstauben inzwischen auf Dachböden oder in Kellern. Dabei sind einige von ihnen heute richtig viel wert.

Magdeburg/Halle (Saale). – Es gibt wohl kaum jemanden, der in der DDR aufgewachsen ist und den "Struwwelpeter", den "Kleinen Angsthasen" oder "Alfons Zitterbacke" nicht kennt. In der DDR gab es reichlich Kinderbücher.
Inzwischen verstauben wohl viele davon auf irgendeinem Dachboden und sind in Vergessenheit geraten. Dabei könnte es durchaus sein, dass sich darunter der eine oder andere Schatz befindet.
Denn einige Bücher haben heutzutage Seltenheitswert und werden auf Verkaufsplattformen zu hohen Preisen angeboten.
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"Helga und die Puppenkinder" – Schön illustriertes Sammlerstück aus der DDR
So ein Kinderbuch ist "Helga und die Puppenkinder" mit Versen von Wilhelm Otto Ullmann. Das Papp-Bilderbuch erschien um 1960 beim Jugendland Verlag Dresden Laubegast.

Hanna Roth Schaberschul hat die 18 Seiten farbig illustriert, die die Protagonistin Helga bei Spiel mit ihren Puppen zeigt. Darin heißt es beispielsweise: "Helga hat sechs Puppenkinder: Hannelore, Gerd und Fred, Rosalind und Brigitte und das Baby Annegret. Welches ist das Schönste, fragst Du? Alle sind sie lieb und fein! sagt die Puppenmutter Helga, denn sie sind ja alle mein!"
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Heute ist das Buch ein Sammlerstück. Auf einigen Plattformen kostet es beispielsweise 50 Euro, auf anderen wird es für 99,99 Euro oder gar 150 Euro angeboten.
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Häschen geht im DDR-Kinderbuch "Hoppelfanni" auf Erkundungstour
Ein weiteres Buch, das sich großer Beliebtheit erfreute, war "Hoppelfanni". Ein süßes kleines Häschen, das die Welt beziehungsweise den Wald erkundet, spielt darin die Hauptrolle.
"Die kleine Hoppelfanni saß an einem Bach und sah ihr Spiegelbild an. Sah sie nicht schön aus? Das Fell war weich wie Samt. Der Stummelschwanz leuchtete weiß. Ja, Hoppelfanni war wirklich schön", beginnt die Geschichte auf der ersten Seite.

Das kleine Pappbilderbuch erschien 1965 im Dr. Herbert Schulze Buch- und Kunstverlag. DDR-Künstlerin Inge Gürtzig illustrierte die von Margit Raedel verfasste Geschichte.
Bei Verkaufsplattformen findet man zwar auch günstige Exemplare – meist dritte oder vierte Auflage – des Buches, aber für ein gut erhaltenes altes Exemplar können die Preise mit bis zu 50 Euro schon deutlich höher ausfallen.
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DDR-Pionierbuch "Fröhlich sein und singen"
Diverse Lieder, aber auch Bastelanleitungen und Geschichten finden sich im DDR-Pionierbuch "Fröhlich sein und singen". Die Erstauflage des Buches für Kinder der 1. bis 4. Klasse erschien 1952.
Aus dem Buch wurde ab Mitte 1953 die Zeitschrift der Pioniere, "Frösi", deren Titel sich aus den Silben von "fröhlich sein und singen" zusammensetzt.

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Wer dieses Buch in der ersten Auflage von 1952 noch bei sich herumliegen hat, kann dieses auf Online-Kleinanzeigen-Portalen für gutes Geld verkaufen. Ein solches Exemplar wird dort beispielsweise für 196 Euro angeboten.
Und auch die Jahrbücher der späteren Frösi-Zeitschriften haben noch einen Wert. Pro Jahrgang werden diese im Internet teilweise für 150 Euro angeboten.