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Kommunalwahl 2024 Kreistagswahl im Saalekreis: Acht Parteien mit 186 Kandidaten treten an

Der Wahlausschuss hat die Listen für die Kreistagswahl im Saalekreis bestätigt. Eine Partei hat erst kurz vor Schluss ihre Kandidaten gemeldet. Drei andere Bewerber sorgten dagegen für ein Novum

Von Robert Briest 07.04.2024, 11:17
Am 9. Juni 2024 wird im Saalekreis gewählt. Doch auch schon vorher ist eine Stimmabgabe möglich, per Briefwahl.  
Am 9. Juni 2024 wird im Saalekreis gewählt. Doch auch schon vorher ist eine Stimmabgabe möglich, per Briefwahl.  

(Foto: dpa)

Saalekreis/MZ. 186 Kandidaten von acht verschiedenen Parteien und Vereinigungen treten zur Kreistagswahl am 9. Juni an. Das ist das Ergebnis des Wahlausschusses des Kreises, der am Donnerstagnachmittag im Merseburger Schloss tagte. Die Kandidaten verteilen sich dabei auf vier Wahlkreise. Die personell größte Auswahl haben dabei die Wähler im nördlichen Wahlkreis III, der von Landsberg bis Kabelsketal reicht. Dort stehen 53 Namen auf dem Wahlzettel, im Bereich I (Merseburg-Braunsbedra) sind es hingegen lediglich 45.

Allerdings können die Wähler dort und im Bereich Bad Dürrenberg-Schkopau-Kabelsketal zwischen acht Listen wählen, während in den anderen beiden Wahlkreisen nur sieben zur Auswahl stehen. Das liegt an der Partei „dieBasis“, die nur in der Hälfte der Wahlkreise antritt, während CDU; AfD, Linke, SPD, Grüne, FDP und UBV überall Kandidaten stellen. (Die Übersicht aller Kandidaten finden Sie hier)

Für den Wahlkreis II hatte „dieBasis“ ihre Unterlagen am Dienstag auch erst kurz vor Ablauf der Einreichfrist abgegeben, wie Kreiswahlleiter Ronald Schönbrodt dem Kreiswahlausschuss berichtete. Das Gremium, das nach der Wahl auch die Gültigkeit des Ergebnisses feststellt, besteht aus ihm, einer weiteren Verwaltungsmitarbeiterin sowie Beisitzern, die von fünf Kreistagsparteien (FDP und UBV haben keinen) gestellt werden. Die Arbeit ist sehr formaler Natur. Wie Schönbrodt berichtetet, hatte das Wahlkreisbüro bereits vorab alle eingereichten Unterlagen geprüft. Gecheckt wird insbesondere die Wählbarkeit der Bewerber, als ob diese seit mindestens drei Monaten in einer Kommune des Kreises gemeldet sind und ihnen kein Gericht das passive Wahlrecht entzogen hat.

Kontrolle auf Wählbarkeit

Im Vorfeld des Wahlausschuss erlebte Schönbrodt nach eigenem Bekunden ein Novum in seiner langen Karriere als Wahlleiter. Gleich drei Bewerber, die von den Parteien – zwei von der AfD, einer von SPD – gemeldet worden waren, erklärten danach gegenüber der Wahlleitung, dass sie doch nicht mehr kandidieren wollen. Bei allen anderen 186 gemeldeten gab es bei der Prüfung keine Beanstandungen. Auch der Kreiswahlausschuss winkte die vollständig verlesenen Wahlvorschläge ohne Gegenstimme oder Aussprache durch.

Demnach stellt die CDU nun mit 48 die meisten Kandidaten gefolgt von AfD (34) und SPD (22). Aufgabe der Wahlleitung ist nun in den kommenden Tagen einen gut lesbaren Wahlzettel zu kreieren und zu bestellen. Ab 28. April sollen die Wahlberechtigungen verschickt werden. Ab da ist dann auch Briefwahl möglich.