Basketball

Basketball: MBC kehrt nach Insolvenz in bezahlten Basketball zurück

Weißenfels/dpa. - Neun Monate nach dem wirtschaftlichen undsportlichem Ruin kehrt der Mitteldeutsche BC in den bezahltenBasketball zurück. Der FIBA Europe Cupsieger, der mit seiner WSF-Marketing GmbH wegen finanzieller Probleme im März 2004 Insolvenzanmelden musste, machte mit dem 100:82 gegen TK Hannover densportlichen Aufstieg der Weißenfelser in die 2. Bundesliga ...

Von Carsten Roloff 26.04.2005, 15:45

Neun Monate nach dem wirtschaftlichen undsportlichem Ruin kehrt der Mitteldeutsche BC in den bezahltenBasketball zurück. Der FIBA Europe Cupsieger, der mit seiner WSF-Marketing GmbH wegen finanzieller Probleme im März 2004 Insolvenzanmelden musste, machte mit dem 100:82 gegen TK Hannover densportlichen Aufstieg der Weißenfelser in die 2. Bundesliga perfekt.

Ohne die Kooperation mit dem SV Halle und die Hilfe der Sponsorenwäre dieser schnelle Erfolg nicht möglich gewesen. «Wir wollten denBasketball in Mitteldeutschland am Leben erhalten und haben unsereHilfe angeboten. Es hat sich für alle Beteiligten gelohnt», erklärteder Leiter der Abteilung Basketball des SV Halle, Volkhard Uhlig. Vonden knapp 100 Sponsoren haben dem MBC trotz der Insolvenz zirka 90Prozent die Treue gehalten, so dass ein Etat von knapp 300 000 Eurofür die Regionalliga zur Verfügung stand.

«Wir haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und werden inder zweiten Liga mit minimalen Mitteln den maximalen Erfolg suchenund wollen uns in dieser Spielklasse etablieren. Wir arbeiten daran,unser Budget um 25 Prozent aufzustocken und gehen davon aus, dieLizenz für die zweite Liga zu erhalten», blickt der Geschäftsführerder Mitteldeutschen Basketball-Marketing GmbH (MBM), Jörg Hexel,voraus. Über die Lizenzvergabe entscheidet der Gutachter- undLizenzliga-Ausschuss am (morgigen) Mittwoch in Leverkusen.

Auch die personellen Planungen laufen auf Hochtouren. Bereits indieser Woche werden den Spielern Vertrags-Angebote unterbreitet. «Ichmöchte das Gros der Mannschaft, die den Aufstieg schaffte, halten.Wir schauen uns nur punktuell nach Verstärkung um, denn das Team kannin der jetzigen Zusammensetzung in der zweiten Liga mithalten», setztTrainer Ari Tammivaara, der als einziger «Aufsteiger» einen Vertragfür die neue Saison hat, auf Kontinuität.

Auch die Treue der Fans erleichterte den Mitteldeutschen den Wegnach oben. Zum entscheidenden Spiel gegen Hannover kamen knapp 3000Zuschauer in die Weißenfelser Stadthalle, sorgten damit für einenneuen Besucherrekord in der Basketball-Regionalliga und träumen schonjetzt von einer Rückkehr in die Bundesliga. Dort hatte Weißenfels von1999 bis 2004 fünf Jahre lang einen Stammplatz.