Olympia in Italien Nach Norovirus-Ausbruch: Finnlands Eishockeyspiel verschoben
Norovirus-Alarm im olympischen Dorf in Mailand: Finnlands Eishockey-Team muss Spielerinnen isolieren. Das Auftaktspiel gegen Kanada kann nicht stattfinden.

Mailand - Nach einem Norovirus-Ausbruch im finnischen Eishockey-Nationalteam ist das Auftaktspiel der Frauen bei den Olympischen Winterspielen um eine Woche verschoben worden. Anstatt heute um 21.10 Uhr wird die Begegnung gegen die Kanadierinnen erst am kommenden Donnerstag in Mailand ausgetragen. Darauf einigten sich die Teams mit den Veranstaltern.
Im Training am Donnerstag standen Finnland zuvor nur noch insgesamt zehn Spielerinnen - davon zwei Torhüterinnen - zur Verfügung. Die übrigen 13 Spielerinnen waren am Donnerstagmittag einer Sprecherin zufolge in Quarantäne oder Isolation. Laut Regularien sind aber 17 Spielerinnen für eine reguläre Austragung nötig.
Betroffene Spielerinnen werden isoliert
Schon am Mittwoch hatten Training und Medienauftritte vorsichtshalber abgesagt werden müssen. Teamärztin Maarit Valtonen hatte berichtet, dass es sich nach Magen-Darm-Problemen um das hoch ansteckende Norovirus handelt. Es verursacht einen plötzlich auftretenden, heftigen Brechdurchfall. Die Viren können über eine Schmierinfektion von Mensch zu Mensch oder etwa durch verunreinigtes Essen oder Wasser übertragen werden.
Teamärztin Valtonen erklärte, dass die Erkrankten und ihre Zimmermitbewohnerinnen isoliert worden seien. „Und alle Räumlichkeiten des Teams im olympischen Dorf und in der Eishalle werden desinfiziert, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Außerdem wird versucht, vorerst alle Kontakte zu vermeiden.“