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Handball-EM Gislason spricht über Knorr-Kritik: „Er kam zu mir danach“

Juri Knorr kritisiert, Alfred Gislason bleibt gelassen: Wie der Handball-Bundestrainer mit den Aussagen seines Spielmachers umgeht und warum das Gespräch danach beiden ein gutes Gefühl gibt.

Von dpa 20.01.2026, 05:21
Handball-Bundestrainer Alfred Gislason (l) reagiert gelassen auf Juri Knorrs Kritik. (Archivbild)
Handball-Bundestrainer Alfred Gislason (l) reagiert gelassen auf Juri Knorrs Kritik. (Archivbild) Tom Weller/dpa

Herning - Mit seiner öffentlichen Kritik an Handball-Bundestrainer Alfred Gislason hatte Spielmacher Juri Knorr nach der Niederlage gegen Serbien für Aufsehen gesorgt. Nach dem erfolgreichen Einzug in die EM-Hauptrunde blickten sowohl der Führungsspieler als auch der Isländer jedoch gelassen auf das Interview zurück.

„Er kam zu mir danach. Wie immer bei euch sagt er mehrere Sätze, ein halber wird rausgenommen, der euch passt. Ich hatte überhaupt kein Problem mit ihm. Wir sprechen uns regelmäßig aus“, sagte Gislason im ZDF nach dem 34:32-Sieg über Spanien und befand: „Ich glaube, wir haben es sehr gut geschafft, den Druck von der Mannschaft wegzunehmen, was unser Plan war. Ihr habt uns dabei geholfen. Sehr schön.“

Knorr: Aussagen waren Gislason „völlig egal“

Nach dem misslungenen zweiten Vorrundenspiel gegen Serbien hatte Knorr ungewohnt deutliche Worte gefunden und insbesondere die aus seiner Sicht verfehlte Personalpolitik kritisiert. „Wir haben die Serben in der ersten Halbzeit überrannt – und dann ändern wir alles. Das verstehe ich nicht. Ich stand in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel auf der Platte. Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll“, sagte der 25-Jährige vergangene Woche.

Die Reaktion des Bundestrainers auf die Aussagen wertete Knorr als Ausdruck großer Souveränität. „Das Beste ist das Gefühl, dass man das am nächsten Tag mit seinem Trainer bespricht und dem das völlig egal ist. Weil das ist nicht selbstverständlich, dass ein Trainer da heutzutage kein Ego hat und das nicht persönlich nimmt. Für ihn war es null Thema und das gibt mir in dem Fall ein gutes Gefühl. Andere hätten da auch gekränkt sein können“, erklärte Knorr.