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Kombinierer bei Olympia Geiger nimmt Schuld auf sich: „Nur wütend auf mich selber“

13 Sekunden Vorsprung und dann das Drama: Der Nordische Kombinierer Vinzenz Geiger stürzt im Teamsprint. Wie es zu dem Schockmoment bei Olympia kam und wie sein Teamkollege Johannes Rydzek reagierte.

Von dpa 19.02.2026, 15:51
Kombinierer Vinzenz Geiger muss nach der vergebenen Olympia-Medaille von Johannes Rydzek getröstet werden.
Kombinierer Vinzenz Geiger muss nach der vergebenen Olympia-Medaille von Johannes Rydzek getröstet werden. Daniel Karmann/dpa

Tesero/Predazzo - Nach seinem Sturz im abschließenden Langlaufrennen hat der deutsche Nordische Kombinierer Vinzenz Geiger die Schuld für die vergebene Olympia-Medaille auf sich genommen. „Es tut mir wahnsinnig leid. So hart gekämpft, so hart gearbeitet die ganzen Monate und dann so ein blöder Fehler. Das ist sehr, sehr bitter“, sagte Geiger nach dem enttäuschenden Platz fünf im Teamsprint mit Johannes Rydzek. Danach ergänzte er ans ganze Team gerichtet: „Es tut mir einfach richtig fett leid.“

Nach dem Skispringen am Vormittag hatte das deutsche Duo auf Platz eins gelegen und war mit 13 Sekunden Vorsprung ins Langlaufrennen gegangen. In der Schlussphase stürzte Geiger bei heftigem Schneefall und machte das deutsche Olympia-Debakel perfekt. Die Nordischen Kombinierer beendeten die Winterspiele erstmals seit 1998 ohne Medaille. „Es waren zwei Wochen, die absolut nicht so gelaufen sind, wie wir es uns vorgestellt haben“, sagte Geiger.

Rydzek: „Er macht sich natürlich Vorwürfe“

Unmittelbar nach dem Rennen konnte er sich nur schwer erklären, wie es zu dem zweifachen Sturz kommen konnte. „Ich habe einfach nicht viel gesehen. Meine Brille war zu. Dann bin ich in ein Loch reingefahren links. War sehr tief, Skispitze hängen geblieben. Dann hat es mich rumgedreht, dann bin ich aufgestanden und dann bin ich direkt wieder gelegen“, rekapitulierte der 28 Jahre alte Bayer den Schockmoment. 

Im Ziel angekommen hatte Geiger die Stöcke enttäuscht auf den Boden gedonnert. „Es musste einfach raus. Ich war einfach nur wütend auf mich selber. Ich wollte uns belohnen für das, was wir uns erarbeitet haben. Es sollte nicht sein“, berichtete der Oberstdorfer sichtlich niedergeschlagen. 

Rydzek versuchte, seinen geknickten Teamkollegen zu trösten. „Ich musste erst mal den Vinz aufbauen. Er macht sich natürlich Vorwürfe. Wir sind ein Team. Wir gewinnen zusammen und heute stehen wir auch in den schweren Momenten zusammen“, erklärte der 34-Jährige.