Stimmen zu RBL gegen Monaco

Stimmen zu RBL gegen Monaco: „Ein bisschen mehr Mut hätte uns gutgetan”

Leipzig - Die Stimmen zum 1:1 von RB Leipzig im ersten Champions-League-Spiel gegen den AS Monaco am Mittwochabend.

RBL-Kapitän Willi Orban ärgert sich über eine verpasste Torchance. dpa-Zentralbild

Die Stimmen zum 1:1 von RB Leipzig im ersten Champions-League-Spiel gegen den AS Monaco am Mittwochabend.

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): „Wir hatten die besseren Chancen im Spiel und hätten mehr als einen Punkt verdient gehabt. Aber wir sind nicht unzufrieden. Wir haben uns nach dem Ausfall von Naby Keita für eine Sicherheitsaufstellung entschieden, um nicht in zu viele Konter der Gäste zu laufen. Ich wußte nicht ganz genau, wie hoch oder spät uns der Gegner angreifen würde. Dass unser nächster Gegner Besiktas Istanbul sein Spiel 3:1 gewonnen hat, bedeutet für uns nicht, dass wir dort in zwei Wochen gewinnen müssen. Wir haben heute gezeigt, dass wir mithalten können. Und wir haben gesehen, was uns fehlt. Daran werden wir arbeiten. Und dann werden wir sehen, ob wir es nach vorn besser machen als heute."

Leonardo Jardim (Trainer AS Monaco): „Wir wollen grundsätzlich jedes Spiel gewinnen. Und wir hätten es gewinnen können, haben aber unsere Stärken nicht so gut auf den Platz gebracht. Wir wußten sehr genau, wie RB Leipzig spielt und konnten uns gut darauf einstellen. Wir haben nicht so viele Chancen zugelassen. Das Spiel war einigermaßen ausgeglichen."

Timo Werner (Stürmer RB Leipzig): „Die nötige Durchschlagskraft hat gefehlt. Wir waren sehr gut, was Ballbesitz anbelangt, wir haben den Ball gut laufen lassen, waren aber im letzten Drittel nicht so zielstrebig, wie wir das aus der Bundesliga kennen. Wir haben das schnelle Umschalten vermissen lassen, haben uns nicht so ganz getraut. Aber gegen den französischen Meister ist ein Punkt gut. Daheim hätten wir uns sicher noch ein bisschen mehr vorgestellt, aber wir sind im Soll. Ich glaube, ein Sieg gegen Istanbul wäre nicht verkehrt.”

„Es war das erste Champions-League-Spiel und als die Hymne kam, sind nicht nur bei mir, sondern auch bei vielen anderen die Knie etwas weich geworden. Das hat man vielleicht auch ein wenig gemerkt im Spiel. Aber es war unser erstes Spiel, da kann man das den Spielern auch mal zugestehen. Das ist vollkommen normal. Im nächsten Spiel gegen Besiktas wird das sicher nur noch ein bisschen der Fall sein und danach wird man das nicht mehr spüren.”

Willi Orban (Kapitän RB Leipzig): „Wir haben es alle genossen, es war ein schönes Spiel. Dennoch haben wir ein bisschen mulmiges Gefühl, weil wir besser spielen können. Bei vielen von uns war die eigene Nervosität auf dieser großen Bühne die größte Herausforderung. Das hat man gemerkt. Ein bisschen mehr Mut hätte uns gutgetan. Aber das ist menschlich, wenn man als Jugendlicher davon träumt und dann plötzlich wirklich auf der großen Bühne steht.”

Marcel Halstenberg (Linksverteidiger RB Leipzig): „Es hat nicht alles geklappt, wie wir wollten. Aber insgesamt war das ein vernünftiges Spiel. Wir wollten einen Sieg, aber ein Punkt kann auch viel wert sein. In der Halbzeit hat uns der Trainer gesagt, dass wir mehr Risiko gehen sollen. Beim Gegentor haben wir uns bisschen dämlich angestellt. Da hätten wir außen Zugriff haben müssen. Innen kann man das kaum verteidigen."

Peter Gulacsi (Torhüter RB Leipzig): „ Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht und am Ende nicht mehr alles riskiert, um mindestens einen Punkt mitzunehmen. Am Anfang haben wir ein bisschen gebraucht, um reinzukommen in die Champions League, aber dann haben wir die Partie gut kontrolliert. Aus dem Spiel heraus hatte Monaco keine richtige Chance bis auf die zum 1:1. Man darf nicht vergessen, dass wir gegen den französischen Meister gespielt haben." (mz)

RBL-Trainer Ralph Hasenhüttl während des Champion-League-Spiels gegen den AS Monaco.
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