Stimmen RB Leipzig vs. Heidenheim

Stimmen RB Leipzig vs. Heidenheim: "So machte Rangnick uns für die zweite Hälfte heiß"

Leipzig - Die Stimmen nach RB Leipzigs 3:1 (0:1) gegen den 1. FC Heidenheim:

Von Ullrich Kroemer

Die Stimmen nach RB Leipzigs 3:1 (0:1) gegen den 1. FC Heidenheim:

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): „Wir haben bis zur 35. Minute vieles von dem vermissen lassen, was uns in den vergangenen Heimspielen auszeichnet. Wir hatten eine für uns untypisch hohe Fehlerquote im Passspiel, selbst in unbedrängten Bereichen. Dazu sind wir nicht gut ins Gegenpressing gekommen und das Negativste in der Phase war, dass wir auch nicht genug Tempo im Spiel hatten. Zu allem Überfluss sind wir auch noch in Rückstand geraten. Das war eine vertrackte Situation für uns. Die Reaktion in der Halbzeit war entsprechend, in der zweiten Hälfte haben wir dann vieles besser gemacht. Mit dem 1:1 hatten wir eine neue Situation. Da haben wir gesehen, dass wieder etwas geht. Danach hatten wir Chancen im Minutentakt, hätten das 3:1 eher machen müssen. Das war ein wichtiger Sieg heute, alle Verfolger haben auch gewonnen.”

Frank Schmidt (Trainer 1. FC Heidenheim): „Wir hätten gern etwas mitgenommen heute. In der ersten Halbzeit hat man gesehen, dass wir an unsere Chance geglaubt haben. Wir haben umgestellt, das Zentrum stark gemacht. Zwar hatte RB viel Ballbesitz. Aber wir haben unseren ersten Konter richtig gut ausgespielt, besser geht’s nicht. Das Tor hat uns selbstbewusst gemacht. Man hat gesehen, dass die Spieler eine breite Brust hatten. In der Vergangenheit war es oft so, dass wir in der Pause Dinge korrigiert und verbessert haben. Heute hat das Ralf Rangnick gemacht. Bis zum 1:1 haben wir ein gutes Spiel gemacht, die richtigen Maßnahmen ergriffen. Das 1:1 war etwas unglücklich, aber wenn man die Phase danach sieht, hat der Gegner viele Chancen herausgespielt. Am Ende haben wir verdient verloren. Was mich ärgert, ist, dass wir nach einer Standardsituation das 3:1 bekommen haben.

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Yussuf Poulsen (Stürmer RB Leipzig): „Am Anfang hat die letzte Konzentration, der letzte Pass gefehlt, das letzte Dribbling war zu ungenau. Ralf Rangnick hat uns in der Pause gesagt, dass wir mehr ,on fire’ und mehr ,online’ sein, griffiger in die Zweikämpfen und besser im Gegenpressing sein sollen. Der Trainer ist nicht laut geworden, er wusste, dass wir eine Steigerung in uns drin haben, wir mussten es nur herauslassen und ein wenig mehr Energie ins Spiel bringen. In der zweiten Halbzeit ist der Gegner fast nicht aus der eigenen Hälfte heraus gekommen, weil wir jeden Gegenstoß gestoppt haben. Das war dann wieder ein Auftritt wie gegen Union oder Braunschweig. In der Offensive hatten wir immer vier, fünf, sechs Leute um die Box herum und konnten super gut kombinieren.”

Über sein Tor zum 2:1: „Emil ruft meinen Namen schon in der Drehung. Da wusste ich genau, dass der Ball zu mir kommt. Ich habe einen Schritt nach links gemacht und dann kam der Pass genau in meinen Fuß.”

Denis Thomalla (Stürmer 1. FC Heidenheim): „Wir waren in der ersten halben Stunde gut im Spiel, haben uns auch anfangs der zweiten Hälfte noch tough gehalten. Nach dem ersten Gegentor hat Leipzig seine Qualität gezeigt. Es ist nicht einfach hier zu spielen.” (mz)