Red Bull Arena

Red Bull Arena: Bewirbt sich RB Leipzig jetzt für die EM 2024?

Leipzig - Das Leipziger Stadion. die Red-Bull-Arena ist eines der Favoriten für die Bewerbung um die Euro Fußball-EM 2024. Der künftige Stadionbesitzer RB Leipzig prüft das.

Von Ullrich Kroemer 19.01.2017, 23:00

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bewirbt sich um die Europameisterschaft 2024, und die alte, neue Fußballhochburg Leipzig hat ihren Hut bereits in den Ring geworfen.

 Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung ließ prompt mitteilen: „Die Stadt Leipzig begrüßt die Bewerbung. Als Fußballstadt und Gründungsort des DFB haben wir ein großes Interesse daran, dass auch in Leipzig Spiele stattfinden würden.”

Hermann Winkler: „Der Osten darf nicht leer ausgehen”

Und auch Hermann Winkler, Präsident des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV), forderte via MDR: „Berlin ist gesetzt, der Fußball-Osten darf nicht leer ausgehen.“ Winkler geht fest von einer Bewerbung der Stadt Leipzig aus.

Die erste Bewerbungsfrist dafür endet am 17. Februar, Mindestvoraussetzung für einen Standort ist ein Stadion mit einer Sitzplatzkapazität von mindestens 30.000 Plätzen. In den neuen Bundesländern können damit nur Leipzig (derzeit 43.000) und Dresden (32.000) aufwarten. Doch das DDV-Stadion dürfte zu klein sein, um Chancen zu haben, sich als einer von zehn vorgesehenen Spielorten zu bewerben.

RB Leipzig prüft EM-Bewerbung

Erst vor einem Monat hatte RB Leipzig angekündigt, das Stadion gemeinsam mit Investor Red Bull kaufen zu wollen. Die Arena des Bundesligisten soll auf bis zu 57.000 Plätze ausgebaut werden. Damit besäße Leipzig gemeinsam mit dem Hamburger Stadion die siebtgrößte Spielstätte hierzulande.

Bevor der Deal zwischen Rasenballsport, dem bisherigen Besitzer Michael Kölmel und der Stadt endgültig besiegelt werden kann, muss die Stadt noch eine sogenannte Bauvoranfrage genehmigen. Die Zusage, dass das einstige Zentralstadion tatsächlich wie geplant auf eine Kapazität von 57.000 Zuschauer ausgebaut werden kann.

RB Leipzig mochte sich zu einer möglichen EM-Bewerbung  noch nicht konkret äußern, teilte auf MZ-Anfrage mit, dass das in den kommenden Tagen geprüft werde. Doch die Nutzung als EM-Spielstätte dürfte auch für Besitzer RBL lukrativ sein.

OB Jung sagte, dass sich die Stadt „in der kommenden Woche mit RB Leipzig zu einer möglichen Bewerbung als Austragungsort abstimmen" werde. Denn nach der Veräußerung der Arena könnte sich Leipzig nur bewerben, wenn auch der potente Bundesligist als künftiger Stadionbesitzer seine Zustimmung gibt.

Am 15. September 2017 will der Verband dann entscheiden, mit welchen Arenen er in die letzte Bewerbungsphase geht. (mz)