Reaktionen RBL vs. FCI

Reaktionen RBL vs. FCI: RB-Trainer Ralph Hasenhüttl genervt von Ingolstadt: „25 Minuten Netto-Spielzeit zu wenig”

Leipzig - RBL-FCI: Nach der Nullnummer gegen Ingolstadt kritisierte der RBL-Trainer den FCI-Abwehrfußball.

Von Ullrich Kroemer und Jakob Backmann 29.04.2017, 17:15
RBL-Trainer Ralph Hasenhüttl ist unzufrieden
RBL-Trainer Ralph Hasenhüttl ist unzufrieden imago sportfotodienst

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl war schwer angefressen, ob der cleveren Defensivtaktik der Ingolstädter. Sein Kollege Maik Walpurgis verteidigte den Stil. Die Stimmen der Protagonisten nach dem 0:0 von RB Leipzig gegen den FC Ingolstadt.

Maik Walpurgis (Trainer FC Ingolstadt): „Wir haben eine sehr umkämpfte Partie gesehen. Beide Mannschaften haben in ihren Mustern das Pressing und Gegenpressing enthalten. Deswegen war es klar, dass es auch zu vielen Zweikämpfen kommt.

Gerade was die defensive Organisation angeht, hat es die Mannschaft sehr, sehr gut gemacht. Ich bin froh, dass wir auch die letzte Drangphase sehr gut gestanden haben, gerade nach der Gelb-Roten Karte. Das war heute sicher nicht das beste Spiel, das wir zeigen können.

Aber wir haben in den vergangenen Wochen immer Komplimente für unser Spiel bekommen, aber keine Punkte mitgenommen. Heute ging es für uns darum zu punkten. Gerade bei einer absoluten Spitzenmannschaft sind wir heute froh, einen ganz wichtiggen Punkt im Abstiegskampf gemacht zu haben.”

„Wir haben uns den Punkt ja nicht komplett ermauert. Wir hatten in der ersten Halbzeit zwei Möglichkeiten, in der zweiten Hälfte eine sehr gute, wo wir selbst mehr machen können.

Dazu kommen zwei, drei Standardsituationen. Dass das nicht schön aussieht und dass das nicht jedem gefällt, dafür habe ich vollstes Verständnis. Aber wir haben den 31. Spieltag, wir brauchten einen Punkt.”

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): „Es war kein schöner Nachmittag, eine Netto-Spielzeit von 25 Minuten in der ersten Hälfte ist mir einfach zu wenig. Es fällt dann verdammt schwer, in einen Rhythmus zu kommen. Umkämpftes Spiel hin oder her – das macht die ganze Sache nicht schön.

Wir haben versucht, Fußball zu spielen, den Gegner zu stressen. Das ist uns phasenweise ordentlich gelungen. Vorwerfen müssen wir uns, dass wir aus unseren Chancen keine Tore gemacht haben, wir haben zu wenig das Tor getroffen, zu oft daneben geschossen. Mag sein, dass uns da die Ruhe gefehlt hat.

Yussuf Poulsen (Stürmer RB Leipzig): „Heute war die Chancenverwertung schlecht. Der Drang zum Tor war da, aber die nötige Konsquenz fehlte. Wir hatten einfach kein Glück mit unseren Torschüssen.“

Stefan Ilsanker (Defensivspieler RB Leipzig): „Wir hätten vielleicht noch mehr Zeit gebraucht, es fehlt die abschließende Kraft vor dem Tor. Wir haben alles versucht, aber alle Versuche die Tore zu machen, endeten als Chancen, es fehlte die Konsequenz im Abschluss.”

Diego Demme (Kapitän RB Leipzig): „Es war ein schweres Spiel, aber wir hatten dennoch einige Chancen zum Siegtor. Doch der Ball wollte einfach nicht rein.“

Marcel Sabitzer (Stürmer RB Leipzig): „Wir haben uns nichts vorzuwerfen, alles versucht. Den Punkt nehmen wir gern mit und wollen nun in Berlin alles klar machen.“

Emil Forsberg (Mittelfeldspieler RB Leipzig): „Wir haben heute einfach zwei Punkte verloren und ein schlechtes Gefühl. Es tut einfach weh. Wir haben es in der ersten 20 Minuten gut gemacht mit Schnelligkeit und Spielwitz. Wir haben viele Chancen gehabt, doch man muss den Ball auch ins Netz machen. Wir hatten viel Ballbesitz, aber auch viel Pech. Jetzt schauen wir nach Berlin, dass wird ein schwieriges Spiel, doch dort wollen wir drei Punkte holen.“

(mz/dpa)