RB Leipzig

RB Leipzig: Timo Werner zurück auf dem Trainingsplatz

Leipzig - Er lief nur ein paar Runden, stoppte immer mal wieder ab und beschleunigte dann vorsichtig. Doch dass Timo Werner nach seinem Muskelfaserriss überhaupt schon wieder für eine halbe Stunde auf dem Trainingsplatz zu sehen war, versetzte nicht nur die etwa 60 Beobachter, sondern auch RB Leipzigs Trainer Hasenhüttl in positive ...

Von Ullrich Kroemer
RB-Stürmer Timo Werner im Training auf dem Platz im Trainingszentrum in Leipzig. dpa-Zentralbild

Er lief nur ein paar Runden, stoppte immer mal wieder ab und beschleunigte dann vorsichtig. Doch dass Timo Werner nach seinem Muskelfaserriss überhaupt schon wieder für eine halbe Stunde auf dem Trainingsplatz zu sehen war, versetzte nicht nur die etwa 60 Beobachter, sondern auch RB Leipzigs Trainer Hasenhüttl in positive Stimmung.

Wenngleich der Fußballlehrer die Erwartungen dämpfte, dass der erste deutsche A-Nationalspieler von RBL vorschnell wieder einsatzfähig sein könnte. „Das war nur ein bisschen Aktivierung, um den Stoffwechsel anzuregen“, sagte der RB-Trainer.

Werner war am Wochenende in München bei Promi-Doktor Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt behandelt worden und arbeitet nun mit den Reha-Trainern in Leipzig an seinem Comeback. Voraussichtlich wird der Nationalspieler erst zum Spiel gegen den SC Freiburg (15. April) wieder fit sein. Möglicherweise ist bereits ein Einsatz gegen Bayer Leverkusen (8. April) in der Woche zuvor möglich.

Auch Keita und Poulsen melden sich fit

Noch deutlich besser steht es bei Naby Keita und Yussuf Poulsen, die bereits für die Partie an diesem Wochenende gegen Tabellenschlusslicht SV Darmstadt (Sa., 15.30 Uhr) eingeplant werden können. Beide absolvierten das Teamtraining mit Ball zum ersten Mal wieder komplett mit. „Ich bin positiv überrascht, wie viel sie heute voll mitmachen konnten“, sagte Hasenhüttl. „Man spürt, dass Yussuf voller Ehrgeiz ist.“ Ein Startelfeinsatz gegen Darmstadt sei aber noch unwahrscheinlich.

Keita hingegen wird nach seinem Kreislauf-Kollaps vor zweieinhalb Wochen wohl wieder in der Stammformation stehen. „Wir haben ihn komplett durchgecheckt, die Werte waren okay, und wir haben ihn langsam peu á peu aufgebaut“, sagte Hasenhüttl. „Er hat alle Zeit bekommen, um sich wieder in Schuss zu bringen.“ Eine ganz genaue Ursache, weshalb der junge Guineer nach der Niederlage gegen den VfL Wolfsburg zusammengebrochen war, hatten die Ärzte allerdings nicht finden können.

Nationalspieler kehren zurück

Aktuell jedenfalls machte Keita ebenso wie seine 14 Kollegen – der Rest des Kaders kehrt bis Mittwoch von den Länderspielreisen zurück – nach drei Tagen ohne Training einen ausgeruhten Eindruck. „Wir gehen gut erholt in die Woche. Man merkt den Spielern an, dass sie die paar freien Tage sehr geschätzt und auch gebraucht haben“, hat Hasenhüttl beobachtet.

Nicht unwichtig für die folgende englische Woche und die Champions-League-Mission des Aufsteigers. „Von den nächsten vier Spielen haben wir drei zuhause“, sagte Hasenhüttl. „Das ist eine schöne Möglichkeit, um wieder zu punkten. Damit wollen wir am Wochenende anfangen.“ Mit Blick auf das Match gegen die abstiegsgefährdeten Darmstädter sagte der Österreicher: „Im Hinspiel haben wir 60, 65 Minuten gebraucht, um den Riegel zu knacken. Wir werden wieder viel Geduld brauchen und benötigen Spieler, die das auch mitbringen.“

Ob damit Davie Selke gemeint ist, ließ er offen. Zum Flirt des Bankdrückers mit Ex-Klub Werder Bremen sagte Hasenhüttl: „Davie muss am Wochenende möglicherweise von Anfang an spielen. Da kann er sich getrost auf uns konzentrieren.“  (mz)