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RB Leipzig gegen 1860 München: Für Ralf Rangnick war es „der wichtigste Sieg der Saison”

LEIPZIG - Nach dem Kraftakt zum 2:1 gegen 1860 München hoben die Leipziger vor allem die starke Willensleistung hervor, mit der sie den Rückstand in einen Sieg verwandelten:

Von Ullrich Kroemer 13.03.2016, 16:45
Trainer Ralf Rangnick (RB Leipzig) in Rage.
Trainer Ralf Rangnick (RB Leipzig) in Rage. imago sportfotodienst

Nach dem Kraftakt zum 2:1 gegen 1860 München hoben die Leipziger vor allem die starke Willensleistung hervor, mit der sie den Rückstand in einen Sieg verwandelten:

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): „Wir sind angesichts der Personalsituation mehr als zufrieden mit dem Ergebnis und auch der Leistung der Mannschaft über weite Strecken. Dass wir durch den Fehler von Marvin Compper in Rückstand geraten sind, hat die Situation natürlich nicht erleichtert. Aber wir haben richtig Druck gemacht, waren bei Standards immer gefährlich. Es freut mich für Marvin, dass er mit seiner Flanke zum 1:1 seinen Fehler wieder ein Stück wettmachen konnte. Das war der vielleicht bisher wichtigste Sieg in dieser Saison, weil wir durch beinahe täglich neue Ausfälle eine schwere Woche hatten.”

„Es war großartig, wie die Fans gespürt haben, dass wir sie brauchen. Das war dann ein Wechselspiel. Der heutigen Mannschaft kann man nicht absprechen, dass sie Vollgas gegeben hat. Dass die Automatismen und Abläufe nicht in der Form da waren, wie wir es kennen, war klar, weil wir so noch nie gespielt hatten.”

Benno Möhlmann (Trainer 1860 München): „Ich bin mit dem Auftreten unserer Mannschaften grundsätzlich zufrieden. Haben vor allem in der ersten Halbzeit ein ordentliches Spiel abgeliefert, haben gezeigt, dass wir hier etwas mitnehmen wollen. Leipzig hat nach unserer Führung ordentlich Druck gemacht und wir konnten in dieser Phase wenig Entlastung bringen. Das Spiel bringt uns zwar nicht weiter, wirft uns aber auch nicht zurück.”

Willi Orban (Innenverteidiger RB Leipzig): „Uns hat in der ersten Hälfte die Sicherheit gefehlt, wir hatten fünf neue Männer in der ersten Elf, haben ein wenig Zeit gebraucht. Aber aufgrund der zweiten Hälfte haben wir verdient gewonnen. Wir haben so viele Chancen herausgespielt, das war schon beinahe grotesk. Der Ball wollte nicht rein. Ich dachte schon, was ist denn heute los? Aber dann haben wir uns vorne durchgesetzt und die Dinger reingemacht – auch dank Davie.”

Nach dem 0:1-Rückstand: „Es zeichnet uns aus, trotzdem Gas zu geben und nach vorn zu spielen, auch wenn solche Situationen passieren. Wir haben die richtige Reaktion gezeigt.”

Lukas Klostermann (Rechtsverteidiger RB Leipzig): „Dass ich der Mannschaft mit dem Tor helfen konnte, freut mich sehr. Wir haben uns vor allem in der zweiten Hälfte extrem reingeworfen, sehr viele Chancen erarbeitet und verdient die zwei Tore gemacht.”

Marvin Compper (Innenverteidiger RB Leipzig): „Es ist definitiv so, dass wir mit einer Alles-oder-Nichts-Mentalität rangehen, wenn wir nichts mehr zu verlieren haben. Das ist eine psychologische Sache, die man beim Stand von 0:0 nicht simulieren kann. Dann war mehr Risiko im Spiel, aber das zeigt unsere starke Mentalität.”

„Jetzt haben wir 56 Punkte, etwa 66 Punkte reichen wohl höchstwahrscheinlich für einen der ersten beiden Plätze. Von daher ist das immer noch die Marke, die wir minimal anpeilen.“