Stimmen zu Leipzig gegen Frankfurt

RB Leipzig besiegt Eintracht Frankfurt: „Das Spiel kann auch früher entschieden sein“

Leipzig - RB Leipzig hat sein Heimspiel am sechsten Bundesliga-Spieltag mit 2:1 (1:0) gegen Eintracht Frankfurt gewonnen. Ein hartes Stück Arbeit für den Vizemeister, wir haben die Stimmen zum Spiel gesammelt.

23.09.2017, 18:23
Geballte Faust: RBL-Trainer Ralph Hasenhüttl zeigt beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt Emotionen an der Seitenlinie.
Geballte Faust: RBL-Trainer Ralph Hasenhüttl zeigt beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt Emotionen an der Seitenlinie. dpa-Zentralbild

RB Leipzig hat sein Heimspiel am sechsten Bundesliga-Spieltag mit 2:1 (1:0) gegen Eintracht Frankfurt gewonnen. Ein hartes Stück Arbeit für den Vizemeister, wir haben die Stimmen zum Spiel gesammelt.

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl: „Ich habe eine sehr gute erste Halbzeit von uns gesehen. Anders als in Augsburg haben wir es diesmal geschafft, gegen einen tiefstehenden Gegner mehr Lösungen zu finden. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel dann offener. Der Gegner hat mehr nach vorn gemacht und wurde mit den Wechseln immer stärker. Wir wussten, dass wir nach vorn gefordert noch sein werden. Solange man nur 2:0 führt und das 2:1 bekommt, dann entwickelt der Gegner ein Gefühl dafür, dass noch etwas geht. Dann wird es ganz schwer. Wir haben die zweiten Bälle nicht mehr so konsequent geholt wie vorher. Der Gegner hat mehr riskiert und wir sind ins Schwimmen gekommen.”Die wenigen Entlastungsangriffe haben wir nicht gut ausgespielt. So mussten wir bis zum Schluss zittern. Unterm Strich haben wir heute davon profitiert, dass wir wieder frische Spieler auf dem Platz hatten. Das war ein guter Auftritt, nach drei Spielen ohne drei Punkte war das ganz, ganz wichtig für den Kopf.”

Eintracht-Trainer Nico Kovac: „Es ist so gekommen, wie wir es uns vorgestellt haben. Der Druck von RB Leipzig war enorm am Anfang. Nach vorne hin waren wir nicht so präsent, dass war so nicht geplant. Nach der Pause haben wir den Leipzigern Paroli geboten. Es ist schade, dass wir es nicht geschafft haben auszugleichen. Mit ein bisschen Fortune nehmen wir hier noch etwas mit.“

RB-Stürmer Timo Werner: „Es war ein sehr anstrengendes Spiel. Wir haben viel investiert, dann auch die Tore gemacht. Der Sieg tut uns verdammt gut.“

RB-Torhüter Peter Gulácsi: „Wir haben lange gut verteidigt. Frankfurt hat dann in den letzten zehn Minuten Druck gemacht. Aber wir haben verdient gewonnen.“

Diego Demme (Mittelfeldspieler RB Leipzig): „Wir haben von Anfang an gezeigt, wer hier Herr im Hause ist. Bis auf die Schlussphase haben wir das Spiel sehr gut kontrolliert. Wir haben viele Lösungen gefunden, das war der Schlüssel zum Erfolg.“

RB-Verteidiger Marcel Halstenberg: „Es war ein kräftiges Stück Arbeit. Wir mussten viele lange Bälle verteidigen. Am Ende wurde es nochmal eng.“

RB-Akteur Stefan Ilsanker: „Wir waren von Anfang an sehr dominant. Das hat 60, 70 Minuten lang gut geklappt. Dass wir das nicht bis zum Ende durchhalten können, war klar. Frankfurt kann auch Fußball spielen. Der Sieg war wichtig für uns, für den Kopf und für den Körper. Man regeneriert schneller.“

Oliver Mintzlaff (Vereinsvorsitzender RB Leipzig): „Der Sieg hat nach den drei sieglosen Partien sehr gut getan. Es war kein einfaches Spiel, die Eintracht stand sehr tief. Aber die Mannschaft hat das sehr gut gelöst.“

Willi Orban (Kapitän RB Leipzig): „Nach zuletzt drei sieglosen Spielen wollten wir den Dreier unbedingt hierbehalten. Das war das Ziel, das haben wir geschafft. In der ersten Hälfte waren wir sehr dominant. Dass die Eintracht so tief stand in der ersten Halbzeit, überrascht mich nicht mehr. Unterm Strich war das ein verdienter Heimsieg.“

Eintracht-Spieler Kevin Prince Boateng: „Zunächst zum 0:1-Gegentor: Ich habe den (Ball) schon richtig erwischt. Ich wollte ein bisschen Ruhe reinbringen und hinten rumspielen, damit wir den Ball halten können. Es war da ein bisschen hektisch. Dann war der Ball ein wenig zu lange unterwegs und ich habe ihn unglücklicherweise auch noch auf seinen (Torwart) linken Fuß gespielt. Ich hätte den Ball vielleicht auch nach vorn spielen können.“

„Ich denke, wir hätten das 2:2 gemacht, hätten wir noch fünf Minuten weitergespielt und vielleicht sogar gewonnen. Aber das Spiel dauert halt nur 90, 95 Minuten, in denen wir 40, 45 Minuten in der zweiten Halbzeit sehr, sehr stark waren. Das reicht in der Bundesliga aber natürlich nicht.“

(dpa)