0:3 in München

Ralph Hasenhüttl nimmt RB Leipzig-Niederlage beim FC Bayern auf seine Kappe

München - Das 0:3 im Spitzenspiel beim FC Bayern München schmerzte die Kicker und Verantwortlichen von RB Leipzig sichtlich. Das war auch an den Statements in der Mixed Zone zu hören.

21.12.2016, 22:37
Ralph Hasenhüttl
Ralph Hasenhüttl dpa

Das Spitzenspiel zwischen dem Rekordmeister und dem Aufsteiger ist früh entschieden. Eine Stunde muss RB Leipzig in Unterzahl spielen, doch schon vorher demonstrieren die Bayern ihre Ausnahmestellung. Die Stimmen zum Spiel. Das 0:3 in München schmerzte die Kicker und Verantwortlichen von RBL sichtlich. Das war auch an den Statements in der Mixed Zone zu hören:

Carlo Ancelotti (Trainer Bayern München)

„Ich bin sehr zufrieden, Wir waren sehr aggressiv und hatten schnell die Kontrolle. Es hat alles gestimmt - Tempo und Spielanlage. Das gibt uns Selbstvertrauen für die Zukunft. Wir mussten uns verbessern und wir haben uns verbessert.“

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig)

„Das war eine Lehrstunde, eine Topvorstellung der Bayern. Unser System funktioniert nur dann, wenn alle synchron agieren. Das war heute nicht der Fall und das muss ich auch auf meine Kappe nehmen. Über die Rote Karte brauchen wir nicht reden. Emil (Forsberg, d. Red.) hat sich bei der Mannschaft entschuldigt. Wir machen alle Fehler, deswegen werde ich ihn nicht verteufeln. Ich bin trotzdem stolz auf die Mannschaft, was sie bisher geleistet hat.“

Dominik Kaiser (Kapitän RB Leipzig)

„Natürlich kann man gegen Bayern verlieren, das ist schon anderen Mannschaften hier so ergangen. Aber wir haben uns einfach viel, viel mehr vorgenommen. Unabhängig vom Ergebnis, wir wollten den Bayern mit unserem Spiel etwas entgegensetzen. Aber das ist uns von der ersten Minute an nicht gelungen. Sie haben ihr Spiel komplett duchgezogen und wir sind nur hinterhergelaufen. Deswegen ist die Enttäuschung natürlich da. Mit den drei Gegentoren können wir noch gut leben. Wir hatten heute keine Chance. Zu nervös waren wir nicht, aber wir waren im Spiel gegen den Ball nicht richtig griffig und wurden früh dafür bestraft.”

Yussuf Poulsen (Stürmer RB Leipzig)

„Wir waren heute nicht bereit, haben keinen Zugriff bekommen. Das war ein Klassenunterschied. Warum das so war? Keine Ahnung. Vielleicht war die Kraft nicht da, wir haben erst vor vier Tagen gespielt.”

Arjen Robben (Flügelstürmer FC Bayern) 

„Wenn man nach der ersten Hälfte 3:0 führt, ist das natürlich super. Die Rote Karte war keine Frage, das war etwas mehr als ein taktisches Foul. Emil Forsberg hat das selbst auch erkannt, hat sich in der Halbzeit sofort bei Philipp Lahm entschuldigt. Zum Glück hat sich Philipp nicht verletzt. Ich selbst habe in der vergangenen Woche gut gearbeitet, um heute zu spielen. Wenn es 0:0 gestanden hätte, wäre ich weiter auf dem Platz geblieben. Aber bei 3:0 geht man kein Risiko ein. Ich bin die letzten zwei Mal nicht fit in den Urlaub gegangen, jetzt kann ich das mal tun. Das ist wichtig, 2017 wollen wir angreifen.” 

Peter Gulacsi (Torhüter RB Leipzig)

„Das war heute leider ein Tag zum Vergessen für uns, aber auch zum Lernen. Natürlich ist es auch eine neue Erfahrung, gegen so einen Gegner mit so viel individueller Qualität zu spielen. Die Abstände waren zu groß heute, wir konnten unser Pressing nicht durchsetzen wie gewohnt. Wir waren vorbereitet, aber in live ist es noch schwieriger.”

Ralf Rangnick (Sportdirektor RB Leipzig)

„Wir haben einfach nicht gut gespielt heute. In der ersten Hälfte haben die Bayern eigentlich mit unseren Waffen geglänzt. Man hatte ein wenig den Eindruck, der ein oder andere sei überrascht. Wenn du dann noch ein paar Aussetzer drin hast, wie bei Peter Gulacsi beim Elfmeter und Emil Forsberg bei der Roten Karte, dann kann man gegen einen solchen Gegner kaum was holen.”