Niklas Hoheneder zum Sandhausen-Spiel

Niklas Hoheneder zum Sandhausen-Spiel: "Alles andere als gut"

LEIPZIG - Auch die guten Wünsche des Weltmeisters haben nichts gebracht. Vor dem Spiel gegen den SV Sandhausen hatte RB Leipzig die französische Stürmerikone Thierry Henry einfliegen lassen, um den Roten Bullen Mut zuzusprechen. Ohne Erfolg, wie sich herausstellte. Beim 0:4 zeigte RB die schlechtesten 90 Minuten seit dem Amtsantritt von Ralf Rangnick im Sommer 2012. Abwehrspieler Niklas Hoheneder war nach der desolaten Pleite der einzige Leipziger Spieler, der sich äußern wollte und ...

Auch die guten Wünsche des Weltmeisters haben nichts gebracht. Vor dem Spiel gegen den SV Sandhausen hatte RB Leipzig die französische Stürmerikone Thierry Henry einfliegen lassen, um den Roten Bullen Mut zuzusprechen. Ohne Erfolg, wie sich herausstellte. Beim 0:4 zeigte RB die schlechtesten 90 Minuten seit dem Amtsantritt von Ralf Rangnick im Sommer 2012. Abwehrspieler Niklas Hoheneder war nach der desolaten Pleite der einzige Leipziger Spieler, der sich äußern wollte und durfte.

Niklas, Sie hatten heute nach langer Pause Ihren ersten Einsatz, kurz nach Ihrer Einwechslung fiel das 0:1. Wie haben Sie die Rückkehr empfunden?

Niklas Hoheneder: Richtig scheiße. Dass man nach 25 Sekunden auf dem Platz das 0:1 bekommt, kann mal passieren. Doch wie wir uns danach präsentiert haben, war alles andere als gut. Dabei wollten wir den Zuschauern heute eigentlich etwas zurückgeben, als Dankeschön für die gesamte Saison. Wir wollten, aber wir haben es nicht auf den Platz gebracht. 

Warum ist Ihr Team derart auseinandergefallen. War der Gegner so gut oder RB so schwach?

Niklas Hoheneder: Der Gegner hat es uns nicht einfach gemacht. Sandhausen war richtig aggressiv und wir haben im Spielaufbau wenig tun können. Sie sind gut gestanden und haben uns ausgekontert. Wenn Du hinten wie vorne keine Zweikämpfe gewinnst, kann man kein Spiel gewinnen. Die Sandhausener haben uns gezeigt, wie es geht. 

Fehlt es RB Leipzig an mentaler Reife für den Aufstieg in die Bundesliga?

Niklas Hoheneder: Vielleicht ist es die Reife. Zwischendurch hatten wir den richtigen Dreh gefunden. Wir haben im vergangenen halben Jahr gezeigt, dass die Mannschaft intakt ist. Heute hat man das nicht gesehen. 

Was hat Ihnen Thierry Henry vor dem Spiel mitgegeben?

Niklas Hoheneder: Er hat es kurz und knapp gemacht. Er hat gesagt: Genießt das Spiel und macht es besser, als wir es in New York gemacht haben (Henry spielte bis 2014 bei New York Red Bulls, Anm.d.Red.). Wir hätten ihm gern ein besseres Spiel geboten heute. 

Sie haben in dieser Woche viele Einzelgespräche geführt. Hat das das Team weiter verunsichert statt gestärkt?

Niklas Hoheneder: Nein, das verunsichert nicht. Im Gegenteil: Das ist eine Hilfe. 

Wie ist der Auftritt dann zu erklären?

Niklas Hoheneder: Das hat viele Gründe. Der Einsatz, die Bereitschaft, dass man sich in jeden einzelnen Zweikampf reinwirft, haben gefehlt. Wenn das nur drei, vier Spieler machen, ist das schon zu wenig. Heute haben es nur ein paar versucht und der Rest eben nicht.

Aufgezeichnet von Ullrich Kroemer