Eil

Die Freundin stachelt Cunha an

Brasilianer Matheus Santos Carneiro Da Cunha gibt tolles Startelf-Debüt bei RB Leipzig

Berlin/Leipzig - Reden mochte Matheus Santos Carneiro Da Cunha nach dem bewegenden Abend im Berliner Olympiastadion nicht. Zumindest nicht öffentlich. Nach RB Leipzigs furiosem 3:0-Sieg bei der Hertha, den er mit seinem Traumtor zum Endstand besiegelt hatte, eilte der 19-Jährige nach seinem Startelf-Debüt in der Bundesliga lächelnd und stumm in die Kabine. Später schickte er über den Bilderdienst Instagram ein Jubelfoto, versehen mit dem Kommentar: „Magisches Stadion, magische ...

Von Ullrich Kroemer 06.11.2018, 06:00
Die Leipziger Timo Werner (1.) und Matheus Cunha bejubeln  ein  Tor.
Die Leipziger Timo Werner (1.) und Matheus Cunha bejubeln  ein  Tor. imago sportfotodienst

Reden mochte Matheus Santos Carneiro Da Cunha nach dem bewegenden Abend im Berliner Olympiastadion nicht. Zumindest nicht öffentlich. Nach RB Leipzigs furiosem 3:0-Sieg bei der Hertha, den er mit seinem Traumtor zum Endstand besiegelt hatte, eilte der 19-Jährige nach seinem Startelf-Debüt in der Bundesliga lächelnd und stumm in die Kabine. Später schickte er über den Bilderdienst Instagram ein Jubelfoto, versehen mit dem Kommentar: „Magisches Stadion, magische Nacht!“

Und in der Tat hatte sein erster Treffer in der Bundesliga etwas Zauberhaftes. Eine verunglückte Kopfballabwehr der Berliner nahm er mit der Brust an, narrte seine Gegenspieler, indem er sich den Ball mit der Sohle vom rechten auf den linken Fuß legte, zog das Tempo an und traf im Fallen von der Strafraumkante ins linke Toreck (75.). Drei Gegenspieler hatten vergeblich versucht, Cunha aufzuhalten, drei weitere standen in einer Dreierkette hinter dem Brasilianer und schauten zu.

RB-Coach Rangnick: „Er hat gezeigt, was in ihm steckt“

Während Cunha sein potenzielles „Tor des Monats“ still genoss, lobte sein Trainer und Entdecker Ralf Rangnick das Talent: „Er hat gezeigt, was in ihm steckt. Nicht nur wegen des Tores, er hat auch sonst ein richtig gutes Spiel gemacht. Wenn er so weitermacht, werden wir an ihm noch viel Freude haben“, schwärmte der 60-Jährige.

Und in der Tat war Cunha in Berlin äußerst präsent auf dem Platz, gewann viele Zweikämpfe und gab fünf Torschüsse ab. Insgesamt eine unbekümmerte Vorstellung des brasilianischen U-20-Nationalspielers.

Matheus Cunha kam für 15 Millionen Euro zu RB Leipzig

Für Cunhas Debüt hatte Rangnick einen Kniff angewandt und eigens Cunhas Freundin Gabriela ins Stadion eingeladen, um den Torjäger zusätzlich zu motivieren. Mit Erfolg. „Er hat einen der Spielbälle bekommen. Es war für ihn ein wunderbarer Tag“, sagte Chefcoach.

Cunha, 2017 aus der Jugendakademie von Coritiba zum Schweizer Erstligisten FC Sion gewechselt und im Sommer für 15 Millionen Euro nach Leipzig geholt, „ist innerhalb der Mannschaft total beliebt“, berichtete Rangnick und sagte beseelt: „Er ist ein wunderbarer Mensch.“ Sieht so aus, als sei er Rangnicks nächste Top-Entdeckung mit sportlichem und finanziellem Entwicklungspotenzial.

(mz)