1:1 bei Werder Bremen

1:1 bei Werder Bremen: RB Leipzig überzeugt nur eine Halbzeit

Bremen - Mit der letzten Luft und einer Leistungssteigerung in Hälfte zwei hat RB Leipzig bei Werder Bremen ein 1:1 (0:1) erkämpft. Vor dem dritten Spiel in sieben Tagen hatte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl sein Team mit einem „angeschlagenen Boxer” verglichen. Und so taumelte RB dann auch trotz sechs neuen Akteuren in der Startelf durchs Weserstadion als stünde hier eine Doppelgänger-Auswahl auf dem ...

Von Ullrich Kroemer 15.04.2018, 19:54
Leipzigs Ademola Lookman ist von zwei Bremern kaum zu stoppen.
Leipzigs Ademola Lookman ist von zwei Bremern kaum zu stoppen. imago sportfotodienst

Mit der letzten Luft und einer Leistungssteigerung in Hälfte zwei hat RB Leipzig bei Werder Bremen ein 1:1 (0:1) erkämpft. Vor dem dritten Spiel in sieben Tagen hatte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl sein Team mit einem „angeschlagenen Boxer” verglichen. Und so taumelte RB dann auch trotz sechs neuen Akteuren in der Startelf durchs Weserstadion als stünde hier eine Doppelgänger-Auswahl auf dem Feld.

Keinen einzigen Torschuss aus dem Spiel heraus brachte RB in den ersten 45 Minuten zustande, keine Flanke kam in den Bremer Strafraum. Timo Werner, der seine Oberschenkel-Verletzung auskuriert hatte, hing hilflos in der Luft.

Und auch in der Abwehr wankte Rasenballsport trotz der Defensiv-Fünferkette mit Dominik Kaiser als Rechtsverteidiger. Die Bremer nutzten gleich die erste richtig gefährliche Situation zur verdienten Führung. Nach Max Kruses Schuss an die Latte kam Willi Orban gegen Niklas Moisander zu spät, sodass der Ball zum 1:0 ins Tor holperte (28.). Durch den starken Milot Rashica (40. und 41.) sowie Zlatko Junuzovic (41.) drückte Bremen weiter.

RB Leipzig wacht erst nach der Pause auf

Doch wie das mit taumelnden Boxern so ist: Abschreiben sollte man sie erst, wenn sie wirklich k.o. sind. In der zweiten Hälfte stellte Hasenhüttl auf 4-3-3 um, und seine Mannschaft nutzte den Überraschungseffekt. Ilsanker bediente vom Flügel den eingewechselten Ademola Lookman, der sich im Strafraum durchsetzte und aus der Drehung wuchtig zum Ausgleich traf (50.).

Leipzig war plötzlich aufgewacht, hatte durch Werner weitere Szenen (52., 54.,) und Emil Forsberg sorgte aus der Distanz für Gefahr (68., 70., 72.). Kurz vor Schluss vergab Werner ebenso den möglichen Sieg (86.) wie Moisander (87.) und Belfodil (90.+2) für Werder. So blieb es ein verdienter Auswärtspunkt, der vor den letzten vier Spielen vor allem wichtig für die Leipziger Moral ist.

Statistik: SV Werder Bremen – RB Leipzig 1:1 (1:0)

Werder Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Friedl – Bargfrede – Eggestein (Kainz, 90.), Delaney – Rashica (Belfodil, 62.), Kruse, Junuzovic (C, Gondorf, 79.).

RB Leipzig: Gulacsi – Ilsanker, Konaté, Orban (C), Bernardo, Kaiser (46., Lookman) – Demme, Kampl (Keita, 76.), Forsberg – Werner, Poulsen.

Tor(e): 1:0 Moisander (28.), 1:1 Lookman (50.); Torchancen: 9:6; Schiedsrichter: Dingert (Gries); Gelbe Karten: Moisander (15.) / Orban (90.); Zuschauer: 41.100 im Weser-Stadion Bremen. (mz)