Der Sportchef spricht von einer „perfekten Mischung“

Saale Bulls stellen dritten Ausländer vor

Ein Stürmer aus Finnland besetzt die Stelle. Wie Sportchef Kai Schmitz die drei Ausländer einschätzt.

Von Fabian Wölfling Aktualisiert: 07.07.2022, 11:08
Matias Varttinen
Matias Varttinen Foto: Imago/All Over

Halle/MZ - Zwei finnische Angreifer sind bei den Saale Bulls inzwischen fast schon so etwas wie eine Tradition. Sowohl 2020/21 wie auch 2021/22 lief der Eishockey-Oberligist - sehr erfolgreich - mit einem Ausländer-Duo aus dem Land des amtierenden Olympiasiegers und Weltmeisters auf. Tatu Vihavainen, 26, steht immer noch unter Vertrag. Mit dem Transfer von Mathieu Tousignant, 32, Kanadier, war aber eigentlich kein Platz mehr für einen zweiten Finnen.

Allerdings hat der Deutsche Eishockey-Bund in dieser Saison drei Ausländer in der Oberliga zugelassen. Weshalb nun doch wieder ein Finnen-Duo aufs hallesche Eis geht. Am Mittwoch gaben die Saale Bulls die Verpflichtung von Matias Varttinen bekannt. 26 Jahre, Flügelstürmer, zuletzt in der dritten schwedischen Liga und zuvor der ersten und zweiten Liga seines Heimatlandes aktiv.

„Mit Matias Varttinen haben wir die perfekte Mischung auf den Ausländerpositionen“, meint Sportchef Kai Schmitz. Eine mutige These. Die der Kaderplaner so erklärt: „Tatu Vihavainen ist der Freigeist im Angriff. Er schwankt zwischen Genie und Wahnsinn, mit klarem Genie-Übergewicht“, sagt Schmitz. In der vergangenen Spielzeit kam der begnadete Passspieler auf 30 Tore und 59 Vorlagen in 44 Spielen.

„Tousignant ist das Mentalitätsmonster. Er ist ein Arbeiter, der sich auch vor Auseinandersetzungen nicht scheut“, urteilt Schmitz. In seiner Zeit in der DEL2 kam der Routinier in 131 Spielen auf 141 Torbeteiligungen, zugleich aber auch 239 Strafminuten.

Und Varttinen? „Er bringt viel Dampf und Torgefahr mit“, so Schmitz. „Er ist für das Scoring zuständig.“ Die Statistiken lassen hoffen. In der zweiten finnischen Liga, die Varttinen 2020/21 mit dem Klub Ketterä gewann, kam er auf mehr als eine Torbeteiligung pro Spiel. Eine bessere Bilanz als Vihavainen, der Unterschiedsspieler der vergangenen Saisons.