Jetzt warten drei Pflichtaufgaben

Saale Bulls sind nach Gala von Tilburg voll auf Meisterkurs

Von Fabian Wölfling 07.01.2022, 09:04 • Aktualisiert: 07.01.2022, 09:13
Bulls-Trainer Ryan Foster fordert: "Wir dürfen nicht nachlassen."
Bulls-Trainer Ryan Foster fordert: "Wir dürfen nicht nachlassen." (Foto: imago images/Lobeca)

Halle (Saale)/MZ - Innehalten ist in der Eishockey-Oberliga nicht vorgesehen. 52 Hauptrundenspiele sind in der Staffel Nord geplant, erst 29 haben die Saale Bulls aus Halle bisher absolviert. Die nächsten drei von 23 ausstehenden Partien warten in den kommenden fünf Tagen auf das Team: An diesem Freitagabend (20 Uhr) kommt Rostock, am Sonntag geht es nach Krefeld (17.15 Uhr), am Dienstag (19 Uhr) ist Herford zum Nachholspiel im Eisdom zu Gast.

Da werden neue Eindrücke gesammelt und neue Ergebnisse produziert. Die unverrückbare Wahrheit: „Du bist immer nur so gut, wie dein letztes Spiel“, sagt Bulls-Trainer Ryan Foster. „Wir dürfen daher im Hochgefühl nicht nachlassen.“

Das, was sich da am Dienstagabend abgespielt hat, verdient bei aller Spielhatz aber doch besondere Aufmerksamkeit. Die Saale Bulls, Tabellenführer der Oberliga Nord, verwandelten das Spitzenspiel beim Verfolger Tilburg Trappers zu einer eindrucksvollen Demonstration der eigenen Stärke.

Saale Bulls beeindrucken mit Auswärtssieg in Tilburg

Mit 5:1 schossen sie die eigentlich heimstarken Niederländer aus deren Halle. Es war der dritte Sieg im dritten Saisonspiel gegen die seit Jahren zu den Spitzenmannschaften zählende Auswahl und ein Signal an die Konkurrenz. „Wir haben vor der Partie gesagt, dass wir ein Ausrufezeichen setzen wollen“, sagt der Coach. „Wir wollten beweisen, dass wir zurecht an der Spitze stehen.“

Das dürfte nun kein Gegner mehr anzweifeln. Zu dominant war der Auftritt der Bulls. „Wir haben 50 von 60 Minuten überragend gespielt, hatten Chancen, um noch höher zu gewinnen“, sagt Foster. „Insgesamt war das unser bisher bestes Spiel der Saison.“

Saale Bulls: Trainer Ryan Foster baut erfolgreich die Reihen um

Auch, weil der Coach passende Reihenzusammenstellungen fand. So harmonierten die beiden finnischen Kontingentspieler Tatu Vihavainen und Joonas Niemelä prächtig mit Lukas Valasek. Aber auch die Kombination des wieder fitten Kapitäns Sergej Stas mit den im Aufbau spielstarken Patrick Schmid und Dennis Schütt funktionierte hervorragend.

Mit dem Sieg haben die Bulls den Vorsprung auf Tilburg auf sieben Punkte ausgebaut. Erster Verfolger sind nun die Hannover Scorpions, die vier Punkte zurückliegen, aber zwei Partien mehr bestritten haben. Die Hauptrunden-Meisterschaft der Oberliga Nord wird immer wahrscheinlicher.

Zumal es erfreuliche Personalnachrichten gibt: Roman Pfennings ist nach Erkrankung wieder im Training. Der bis zum Ausfall stark spielende Stürmer könnte am übernächsten Wochenende wieder auflaufen.