Eishockey-Oberliga

Saale Bulls enthüllen ersten „Mr. X“: Marius Demmler bringt DEL2-Erfahrung mit

Von Fabian Wölfling Aktualisiert: 20.06.2022, 17:08
Marius Demmler verstärkt die Saale Bulls.
Marius Demmler verstärkt die Saale Bulls. (Foto: Imago/regiopictures)

Halle (Saale)/MZ - Das erste Geheimnis ist gelüftet. Mit einem Foto von zwei unkenntlich gemachten Zugängen beim Herz- und Lungentest hatten die Saale Bulls in der vergangenen Woche ihre Fans heiß gemacht. Seit Mittwoch ist klar: Einer der von Fitnesscoach René Schwesig geprüften Spieler ist Marius Demmler.

Der Eishockey-Oberligist stellte den 22-jährigen Angreifer als zweiten Zugang nach Stürmer Thomas Merl (aus Bayreuth) vor. Er verbarg sich hinter einem der Bullenköpfe auf dem Foto.

Marius Demmler ist schnell und abschlussstark

Demmler, gebürtig aus Altenburg, spielte in den vergangenen vier Jahren für die Eispiraten Crimmitschau in der DEL2, sammelte bei seinem Jugendverein auch schon Playoff-Erfahrung. „Er ist schnell, hat einen super Abschluss“, beschreibt Bulls-Sportchef Kai Schmitz den neuen Flügelstürmer. „Dazu hat er in Crimmitschau nicht nur rumgesessen, sondern richtig viel Spielzeit bekommen.“

Der junge, aber doch schon erfahrene Demmler ist ein weiterer Baustein, um die Vorstellungen des neuen Coaches Marius Riedel zu erfüllen. „Er will mit vier Reihen spielen“, sagt Schmitz. Heißt: Zwölf Angreifer werden gebraucht. Mit Demmler sind nun sieben offiziell unter Vertrag.

Dazu wollen der Coach und auch der Sportchef einen harten Konkurrenzkampf. „Es ist daher auch kein Spieler vorab für eine feste Reihe eingeplant. Es gilt das Leistungsprinzip, jeder muss um seinen Platz kämpfen“, betont Schmitz. Um dafür in Form zu sein, kommen die Zugänge weit vor dem Vorbereitungsstart im August zum Fitnesstest, erhalten von Schwesig danach maßgeschneiderte Trainingspläne.

Saale Bulls dürfen künftig drei Ausländer im Kader haben

Seit dem Wochenende ist zudem klar, dass es im Kader der Bulls in der kommenden Saison eine entscheidende Änderung geben wird. Wie der Deutsche Eishockey-Bund bekanntgab, sind künftig drei statt wie bisher zwei Ausländer im Aufgebot erlaubt. Das soll den Oberligisten nach der Corona-Pandemie mehr Möglichkeiten zur Gestaltung der Kader geben.

Schmitz hatte sich gegenüber der MZ bereits im April für die Aufstockung ausgesprochen. „Das gibt mir als Manager mehr Möglichkeiten, einen Kader zusammenzustellen, der den Aufstieg in die DEL2 schaffen kann“, sagt er nun.

Daher werden die Saale Bulls auch einen dritten Ausländer verpflichten. Mit Tatu Vihavainen steht einer bereits unter Vertrag. Der zweite, ein Kanadier, soll in der kommenden Woche vorgestellt werden.