Handball-Oberliga Handball-Oberliga : Meilenstein zum Aufstieg

Plotha/Naumburg - Dank einer über 55 Minuten starken Leistung und einer großen Portion Zittern in der Schlussphase des Spitzenspiels haben die Oberliga-Handballerinnen des HC Burgenland einen großen Schritt in Richtung Aufstieg und Meisterschaft getan. In Plotha schlug das Team von Trainer Steffen Baumgart den ärgsten Verfolger Thüringer HC II mit 25:24.
Durch den Erfolg haben die Burgenländerinnen nun nicht nur vier Minuspunkte weniger als der Zweitplatzierte, sondern auch das direkt Duell für sich entschieden. Grundstock für den Sieg am Sonntag war gleich zu beginn eine 4:0-Führung. Der THC blieb zwar dran, schaffte beim 7:7 auch den Ausgleich, doch war es ansonsten der HCB, der das Spiel, angeführt von einer überragenden Torhüterin Marie Schuhknecht, dominierte.
Beim Spielstand von 20:13 waren die Burgenländerinnen sogar mit sieben Treffern Vorsprung davongezogen, doch am Ende zeigten sie noch einmal Nerven. Von 25:21 schrumpfte der Vorteil in den Schlussminuten auf 25:24. „Doch am Ende war es völlig gerecht, dass wir das Ding gezogen haben. Die bessere Mannschaft hat sich durchgesetzt“, meinte Trainer Steffen Baumgart. Von einer Entscheidung im Meisterschaftsrennen wollte er jedoch noch keineswegs sprechen. Muss doch sein Team unter anderem noch in Görlitz und Magdeburg und gegen die starken Niederndodelebenerinnen antreten.
Die Männer des HC Burgenland hatten indes am Sonnabend das so gut wie abgestiegene Schlusslicht von Rot-Weiß Staßfurt zu Gast. Nachdem man sich über weite Strecken schwer tat, gelang am Ende ein doch noch souveräner 34:26-Heimerfolg, der den Sprung auf den fünften Platz der Oberligatabelle zur Folge hat.
„Wir haben Staßfurt trotz deren Position sehr ernst genommen, zunächst aber dennoch nicht die nötige Körperspannung in der Abwehr gefunden“, analysierte HCB-Trainerin Ines Seidler. Auch deshalb kam es in Hälfte eins zu einer weitgehend ausgeglichenen Begegnung. Den Drei-Tore-Vorsprung, den sich die Gastgeber da trotzdem erarbeiten konnten, gaben sie in einer Schwächephase kurz nach dem Seitenwechsel wieder her. Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit aber steigerten sich die Burgenländer in der Abwehr und kamen in der Offensive durch schnelles Spiel nach vorn zu einfachen Treffern. Besonders überzeugte dabei Ants Benecke, der vor allem von der Linksaußenposition ein ums andere Mal traf. Aber auch Kenny Dober und Max Weber zeigten offensiv wie defensiv ansprechende Leistungen. Stephan Meyer kam erneut 60 Minuten auf seiner neuen Kreisläufer-Position zum Einsatz, „auf der er sich mittlerweile pudelwohl fühlt“, wie Ines Seidler berichten konnte. Mit dem Erfolg im Rücken kann ihre Mannschaft nun ein sportlich komplett sorgenfreies Osterfest genießen, ehe es gilt, in Delitzsch nachzulegen.
