Stimmen zum HFC-Spiel gegen München

„Ist der in der Disco?“: Löhmannsröben sieht 14 Führungsspieler bei 1:1 gegen 1860

Jan Löhmannsröben traf gleich bei seinem ersten Spiel für den HFC.
Jan Löhmannsröben traf gleich bei seinem ersten Spiel für den HFC. (Foto: imago images/Eibner)

Halle (Saale)/MZ - Dieser Punkt war hart erkämpft: Der Hallesche FC hat sich am Sonntag 1:1 von 1860 München getrennt und dabei in Unterzahl große Moral gezeigt. Neben Keeper Sven Müller stand auch Jan Löhmannsröben im Mittelpunkt, der bei seinem HFC-Debüt gleich ein Tor geschossen hat. Wir haben die Stimmen zur Partie gesammelt.

Florian Schnorrenberg (HFC-Trainer): „Wir gehen durch die Standardsituation mit 1:0 in Führung, aber dann wird es ein ganz anderes Fußballspiel durch die Rote Karte gegen Terrence Boyd. Für uns war es toll, dass Sven Müller den Elfmeter hält. Wir haben ihn heute gebraucht. Riesenkompliment an alle, die sich gut reingeworfen haben. 1860 war letzte Saison das spielstärkste Team der 3. Liga und gilt zurecht als großer Aufstiegsfavorit. Die werden noch richtig in Gang kommen, dass hat man heute schon gesehen. Mit dem Punkt können wir heute gut leben.“

Sven Müller (HFC-Keeper): „Wir standen in der zweiten Halbzeit hinten drin, das ist nicht nur läuferisch anstrengend. Aber ich kann nur jedem ein Kompliment machen, wir haben alles gegeben. Die Fans waren voll und ich bin stolz, dass wir so heute 1:1 gespielt haben. Dass ich den Elfmeter direkt nach der Roten Karte halte, war auch mental wichtig für uns.“

Jan Löhmannsröben (HFC-Torschütze): „Wir hatten heute 13 oder 14 Führungsspieler. Jeder, der reingekommen ist, hat sich den Arsch aufgerissen. Sonst hätten wir auch heute keinen Punkt mitgenommen. Wir haben heute gesehen, dass wir uns nicht verstecken müssen, auch wenn wir mal ein Mann weniger sind.“

… über die Rote Karte von Terrence Boyd: „Ich weiß nicht, was der Landi (Niklas Landgraf) da macht in der Szene. Ist der in der Disco? Der springt ja da weg! Terrence versucht dann alles, aber Stürmer sind im eigenen Strafraum ja immer gemeingefährlich. Das war Hand, der Schiedsrichter hat mein Okay für den Elfmeter. Was am meisten wehtut ist, dass Terrence uns jetzt im nächsten Spiel fehlen wird.“

… über sein Premieren-Tor: „Das kannst du nicht lernen! (lacht) Es wurde mal wieder Zeit für ein Tor. Ich dachte, es kann ja wohl nicht wahr sein. Dass es so geklappt hat, ist natürlich schön. Mal sehen, ob es eine Eintagsfliege bleibt oder ob da noch mehr kommt!“

… über das Gegentor zum 1:1, bei dem der Ball durch die Beine von Jonas Nietfeld ging: „Ich habe ihm schon nach dem Spiel gesagt: Wir bestellen dir einen Reißverschluss für die Beine, dann passiert das nicht. Bitter. Aber wir klären den Ball halt unglücklich, genau zu einem Gegenspieler. Aber was willst du jetzt machen? Ist halt passiert, weiter geht’s!“

Günther Gorenzel (1860-Geschäftsführer): „Wir haben über die 90 Minuten ein ordentliches Auswärtsspiel gemacht. Wir haben in Überzahl auch taktisch gut gespielt gespielt, uns fehlt aber manchmal etwas die Überzeugung. Aber die wird in den nächsten Wochen zurückkommen und dann wird es auch wieder funktionieren. Natürlich wollten wir hier gewinnen, aber in Summe bin ich zufrieden was die Leistung angeht. Ich wünsche dem HFC alles Gute, wir fahren zufrieden nach Hause.“

Daniel Wein (1860-Torschütze): „Wir spielen eine Stunde in Überzahl, darum sind es zwei verlorene Punkte. Wir haben nicht so schlecht gespielt und uns Chancen erarbeitet, aber es fehlt dann der letzte Punch. Mein Tor freut mich natürlich, aber ich bin schon enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben.“ (mit Quelle Magenta Sport)