Saisonreport 2021/22 veröffentlicht3. Liga soll vierten Offiziellen bekommen, aber keinen Videobeweis

Aktualisiert: 24.01.2023, 16:37
Der DFB hat den Saisonreport 2021/22 für die 3. Liga veröffentlicht.
Der DFB hat den Saisonreport 2021/22 für die 3. Liga veröffentlicht. (Foto: IMAGO/Picture Point)

Frankfurt (Main)/sid/dpa/MZ - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat in Sachen 3. Liga ein positives Abschlussfazit der Saison 2021/22 gezogen. „Die Geschichte der 3. Liga ist eine erfolgreiche und sie wird noch erfolgreicher“, sagte Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga: „Corona scheint zum Glück einigermaßen überwunden - sowohl in Sachen Zuschauerzahlen als auch in Sachen finanzielle Bilanzen.“

Wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Saisonreport hervorgeht, sind die Erträge in der Spielzeit 2021/22 erstmals seit Jahren wieder leicht zurückgegangen. Dies liege im Vergleich zur Vorsaison aber vor allem an den ausgelaufenen Corona-Hilfsmaßnahmen. „Deshalb sehe ich die Entwicklung weniger mit Sorge“, erklärte Manuel Hartmann als Geschäftsführer Spielbetrieb der DFB GmbH & Co. KG.

3. Liga: Personalkosten der Vereine leicht gesunken

Gleichzeitig gingen die Personalkosten allerdings erstmals seit der Saison 2016/17 wieder leicht nach unten. Gegenüber der Vorsaison sank der Gesamtwert um eine halbe Million auf 4,5 Millionen Euro. Dennoch wiesen nur vier Klubs und damit zwei weniger als im Vorjahr einen Jahresüberschuss aus, gleich 14 hatten einen Fehlbetrag. Dafür war das durchschnittliche Eigenkapital der Klub im dritten Jahr in Folge positiv.

Als Lehre aus der Insolvenz von Türkgücü München werden für die Zeit ab der Saison 2023/24 einige Maßnahmen verschärft. Unter anderem gibt es strengere Sanktionen bei gravierenden Überschreitungen der Personalaufwendungen, eine feste Integration des Financial Fairplay ins Zulassungsverfahren oder eine Verschärfung der Eigenkapitalauflage.

Die DFB-Funktionäre gaben zudem bekannt, dass zur nächsten Saison ein vierter Offizieller in den Spielen der 3. Liga integriert werden soll. Gespräche dazu laufen. Die zusätzlichen Kosten belaufen sich auf etwa 10.000 Euro pro Spieljahr und Club.

Wegen dieser zusätzlichen Belastung der Vereine wird gegenwärtig nicht konkret über die Einführung von Videoschiedsrichtern in der Liga beraten. Das Thema bleibt aber im Blickfeld des DFB.