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1:1 im Ost-Duell gegen Zwickau 1:1 im Ost-Duell gegen Zwickau: Bahn rettet schwachem HFC einen Punkt

Von Fabian Wölfling 05.10.2019, 15:59
Erleichterter Torjubel: Bentley Baxter Bahn nach seinem 1:1 gegen Zwickau.
Erleichterter Torjubel: Bentley Baxter Bahn nach seinem 1:1 gegen Zwickau. Holger John / VIADATA Photo

Halle (Saale) - Der Hallesche FC hat im Ostduell der dritten Fußballliga gegen den FSV Zwickau einen Punkt gerettet. Gegen lange Zeit ganz starke Sachsen erzielte Bentley Baxter Bahn in der 82. Minute den 1:1-Ausgleich. Der HFC behauptete damit vorerst Platz zwei, kann aber am Sonntag im schlechtesten Fall aus den Aufstiegsrängen rutschen.

„Oh Captain, my captain“. So das inoffizielle Motto der HFC-Mannschaftsaufstellung. Der Vize Sebastian Mai musste bekanntlich wegen einer Innenbanddehnung gegen Zwickau zuschauen. Kein Problem! Sagte Torsten Ziegner und schickte Kapitän Jan Washausen als positionsgetreuer Ersatz erstmals in dieser Spielzeit von Beginn an aufs Feld.

HFC findet gegen Zwickau gegen Lücken

In der Anfangsphase taten es die Mannschaften dem Sicherheitspersonal an den Eingängen gleich: Es wurde fleißig abgetastet. Die Partie war aber besser als dieses Wortspiel. Was dem HFC-Sympathisanten gleichwohl nicht gefallen konnte: Zwickau war das gefährlichere Team, gerade Sturmriese Ronny König war von einer Mai-losen Abwehr weder in der Luft noch am Boden kaum zu kontrollieren. Halle dagegen nur selten mit gekonntem Offensivspiel, was aber auch an den diszipliniert und energisch verteidigenden Gästen lag.

Da war es nur verdient, dass Zwickau in der 36. Minute in Führung ging: König ließ Washausen nach einem Einwurf ganz alt aussehen, bediente mustergültig Morris Schröter, der ziemlich freistehend einen ziemlich platzierten Schuss ins linke Eck feuerte.

Ein Distanzschuss von Björn Jopek, der knapp über die Latte flog, gab es danach noch, dann war auch schon Pause. In der es für den HFC viel zu besprechen gab. Die exzellent eingestellten Zwickauer hatten die Partie im Griff.

Schwache erste Halbzeit: HFC wechselt zur Pause gleich doppelt

Eine Reaktion musste kommen und sie kam in Form eines Doppelwechsels: Antonios Papadopoulos und Toni Lindenhahn kamen ins Spiel, Washausen und Felix Drinkuth mussten dafür weichen. Das brachte auch einen Systemwechsel mit sich, aus einer Vierer- machte Ziegner eine Dreierkette. Als Ganzes gestaltete sich die Formation nun als 3-2-3-2.

Das zeigte Wirkung: Der HFC wirkte wacher und agierte druckvoller als zu Beginn der ersten Halbzeit, Papadopolous hatte in der 49. Minute ein erstes Warnschüsschen. Es blieb aber erst einmal nur ein Funken Offensivgeist. Kein Feuersturm. Also zog Ziegner schon nach einer Stunde seinen letzten Joker: Julian Guttau kam für Pascal Sohm ins Spiel.

HFC kommt mit Glück zum Ausgleich

Halle hatte nun mehr Spielanteile, auch weil Zwickau tiefer stand, nicht mehr so früh störte wie in Halbzeit eins. In der Endverteidigung ließen die Sachsen aber weiterhin kaum gefährliche Aktionen zu. Im Gegenteil: Richtig gefährlich wurde Zwickau nach einem Konter und einer Flanke, die Elias Huth per Kopf über die Latte beförderte.

>>> Lesen Sie hier die Stimmen zum HFC-Spiel

So war es eine gehörige Portion Glück, die Halle in der 82. Minute zum Ausgleich brachte. Nach einem der ganz seltenen ansehnlichen Angriffe warteten die HFC-Angreifer eigentlich viel zu lang mit dem Abschluss, der Schuss von Patrick Göbel wurde deshalb geblockt. Der zweite Versuch von Papadopoulos landete dann aber zufällig im Fünfmeter-Raum bei Bahn, dessen Abschluss dann auch noch abgefälscht ins Tor flog. Ein Wurschteltreffer, aber die zählen genauso.

Eine wirkliche Schlussoffensive leitete der Ausgleich aber nicht ein. Mehr als ein Punkt hätte der HFC an diesem Tag aber auch nicht verdient gehabt.

Statistik: Hallescher FC - FSV Zwickau 1:1 (0:1)

HFC: Eisele - Göbel, Vollert, Washausen (46. Papadopoulos), Landgraf - Bahn, Jopek, Drinkuth (46. Lindenhahn) - Nietfeld - Boyd, Sohm (63. Guttau)
FSV: Brinkies - Godinho, Handke, Frick, Lange - Schröter (83. Mäder), Reinhardt, Jensen, Viteritti (88. Hauptmann) - König, Huth (77. Wegkamp)
Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)
Zuschauer: 8570
Tore: 0:1 Schröter (36.), 1:1 Bahn (83.)
Gelbe Karten: Papadopoulos (2) / Frick (5), Schröter (2), Viteritti (3)

(mz)