1. MZ.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Fußball
  6. >
  7. DFB-Pokal: Noch ein Sieg bis Berlin: Traum vom Pokal lebt in Leverkusen

Eil

DFB-Pokal Noch ein Sieg bis Berlin: Traum vom Pokal lebt in Leverkusen

Leverkusen jubelt gegen St. Pauli und steht in der nächsten Pokal-Runde. Das Finale in Berlin ist nun greifbar - trotz auch bitterer Erinnerungen.

Von Jana Glose, dpa 04.02.2026, 11:28
Leverkusens Jonas Hofmann (m) jubelt über sein Tor zum 3:0 gegen den FC St. Pauli.
Leverkusens Jonas Hofmann (m) jubelt über sein Tor zum 3:0 gegen den FC St. Pauli. Federico Gambarini/dpa

Leverkusen - So wirklich viel zu sagen gab es nach dem klaren, wenn auch wenig glanzvollen Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals bei Bayer Leverkusen nicht. Entscheidend waren allein das Ergebnis und die Tatsache, dass der Traum von Berlin weiterlebt. „Machen wir es kurz. Die Leistung war nicht top top, aber wir sind nur noch einen Schritt von Berlin entfernt“, sagte Kapitän Robert Andrich nach dem 3:0 im Viertelfinale gegen den FC St. Pauli.

So deutlich das Ergebnis am Ende auch war, so wenig souverän trat der Pokalsieger von 2024 über weite Phasen der Partie auf. Auch weil die kampfstarken Hamburger ihre zahlreichen Chancen ungenutzt ließen, führten die Treffer von Martin Terrier (32. Minute), Patrik Schick (63.) und des eingewechselten Jonas Hofmann (90.+2) – der die Partie als „etwas holprig“ bezeichnete – die Werkself dennoch zum dritten Halbfinal-Einzug in Serie.

St. Pauli kann sich voll auf Abstiegskampf konzentrieren

„St. Pauli hatte nicht die Qualität, uns gefährlich zu werden, obwohl wir keinen guten Tag hatten“, analysierte Andrich. Pauli-Coach Alexander Blessin wurmte die Niederlage: „Wir hatten die Chancen, aber es waren letztlich Nuancen, die uns die Gegentore beschert haben. Das war zu billig“, sagte der 52-Jährige und nahm das Aus dennoch pragmatisch: „Wir können uns jetzt auf die Bundesliga konzentrieren und es am Samstag gegen Stuttgart besser machen.“

Für den Favoriten Leverkusen zählte letztendlich nur das Weiterkommen. „Der Sieg ist das Wichtigste. Am Ende muss man auch mit einer nicht so guten Leistung ein Spiel gewinnen, um eine Runde weiterzukommen“, betonte Andrich und sagte mit Blick auf ein mögliches Finale am 23. Mai in der Hauptstadt: „Wenn wir in Berlin sind und das Ding hochhalten, fragt keiner mehr danach.“ Bis zum Finale braucht es nun nur noch einen Sieg für Leverkusen. 

Leverkusens Ziel ist Berlin 

„Wenn man im Halbfinale steht und so kurz vor Berlin ist, dann will man das schaffen. Wir sind eine neue Truppe und viele hätten es vielleicht gar nicht für möglich gehalten, dass wir überhaupt so weit kommen“, sagte Hofmann, der beim Gedanken an das Endspiel ins Schwärmen geriet. Die Spieler mit Final-Erfahrung in Berlin würden den anderen noch einmal „erklären und erzählen, wie schön das doch ist, etwas Blecherndes in die Höhe zu stemmen“. 

Einen möglichen Wunschgegner für das Halbfinale am 21. oder 22. April hat der frühere Nationalspieler nicht: „Wenn du einen Titel holen willst, musst du die Besten schlagen. Wir nehmen es, wie es kommt. Wir haben letztes Jahr auch in München gewonnen“, so der 33-Jährige. Doch nach dem 1:0-Erfolg im Viertelfinale beim FC Bayern folgte dann das in Leverkusen längst noch nicht vergessene bittere Pokal-Aus im Halbfinale bei Drittligist Arminia Bielefeld.

Die Erinnerungen sind auch bei Torjäger Schick, der in diesem Jahr erstmals traf, noch präsent. „Letzte Saison haben wir auch gedacht, noch ein Spiel und wir sind da“, sagte der Tscheche. „Ich glaube, wir haben aus der letzten Saison gelernt. Wir geben Gas bis zum Ende und gucken. Aber das Ziel ist auf jeden Fall nach Berlin zu fahren.“ Der Traum von erneutem Pokalsieg lebt in Leverkusen auf jeden Fall weiter.