Andreas und Nils Petersen

DFB-Pokal: VfB Germania Halberstadt empfängt SC Freiburg

Halberstadt - Sebastian Kehl hatte ein ganz besonders gutes Händchen: Der Ex-Nationalspieler zog bei der DFB-Pokal-Auslosung das „perfekte Los“ für den VfB Germania Halberstadt.

12.06.2017, 12:45
Direktes Duell im DFB-Pokal: Sohn Nils tritt mit dem SC Freiburg bei Germania Halberrstadt an, das von Vater Andreas Petersen trainiert wird.
Direktes Duell im DFB-Pokal: Sohn Nils tritt mit dem SC Freiburg bei Germania Halberrstadt an, das von Vater Andreas Petersen trainiert wird. imago sportfotodienst

Sebastian Kehl hatte ein ganz besonders gutes Händchen: Der Ex-Nationalspieler zog bei der DFB-Pokal-Auslosung das „perfekte Los“ für den VfB Germania Halberstadt.

Nein, nicht etwa der FC Bayern München oder Titelverteidiger Borussia Dortmund war das Wunschlos von VfB-Trainer Andreas Petersen. Es war der SC Freiburg – und genau den fischte Kehl aus dem Lostopf eins.

Der Jubel war große beim VfB, denn damit kommt es in der 1. Hauptrunde (11. bis 14 August 2017) zum Familienduell der Petersens. Vater Andreas wird dann beim Regionalliga-Aufsteiger aus Halberstadt an der Seitenlinie stehen, Sohn Nils beim SC Freiburg stürmen.

„Es ist das Allergrößte, nochmal gegen meinen Sohn zu spielen“, sagte Vater Petersen nach der Auslosung gegenüber dem MDR. „Das ist schon ein Highlight, etwas ganz Besonderes!“

Nils Petersen weiß, was ihn und seine Kollegen in Halberstadt erwartet. Der Angreifer hatte sich bereits das Finale im Sachsen-Anhalt-Pokal zwischen den VfB und dem 1. FC Magdeburg (0:1) in der MDCC-Arena live angesehen. Damals drückte er seinem Vater die Daumen – das wird beim direkten Duell sicher anders sein.

„Mein Vater und ich lagen uns in den Armen“, sagte der Junior.
Bei Facebook meldete sich Nils Petersen am Sonntagabend noch kurz zu Wort. „Gegen Papa im Pokal - Wahnsinn! Wir freuen uns drauf!", schrieb der Freiburger. Auch für ihn dürfte es ein Traumlos gewesen sein.

Duell gegen den Vater: Nils Petersen will dritte Chance nutzen

„Die Chance war 1:32, ich habe nicht daran geglaubt“, sagte Nils Petersen, der die Auslosung gemeinsam mti seinem Vater in Halberstadt verfolgte: „Ich habe zwei Mal gegen ihn gespielt und noch nie gewonnen, jetzt habe ich die dritte Chance.“

Der Torjäger will sich ab sofort nur noch auf das Spiel bei Halberstadt konzentrieren - und seinem Vater möglichst aus dem Weg gehen. „Ab jetzt ist natürlich der Fokus auf dem Spiel und es gibt keinen Kontakt mehr“, flachste der 28-Jährige. Das lässt sich ohnehin schwer bewerkstelligen, da Petersen noch einen Teil seines Urlaubs in seiner Heimat verbringt.

Die Duelle der weiteren Ost-Vereine:

Chemnitzer FC – FC Bayern München
Hansa Rostock – Hertha BSC Berlin
Energie Cottbus – VfB Stuttgart
Rot-Weiss Erfurt – 1899 Hofffenheim
Sportfreunde Dorfmerkingen – RB Leipzig
1. FC Saarbrücken – Union Berlin
Wehen Wiesbaden - Erzgebirge Aue
TuS Koblenz - Dynamo Dresden

(mz/bbi)