3. Liga

3. Liga: Heidenheim und Leipzig gehen als Favoriten in die Rückrunde

Köln/sid - Zwei neue Gesichter drängen in die 2. Bundesliga. Wenn die 3. Liga am kommenden Wochenende ihren Spielbetrieb nach der Winterpause wieder aufnimmt, starten der souveräne Spitzenreiter 1. FC Heidenheim und der ärgste Verfolger RB Leipzig als Favoriten ins Aufstiegsrennen. Für beide Klubs wäre der Sprung ins Fußball-Unterhaus der größte Erfolg ihrer Vereinsgeschichte. Die ambitionierten Leipziger, vom österreichischen Red-Bull-Konzern unterstützt, könnten außerdem für ein weiteres Novum sorgen. Noch nie seit Einführung der eingleisigen 3. Liga ab der Saison 2008/09 gelang einem Aufsteiger der ...

Von Ralf Debat 22.01.2014, 21:54

Zwei neue Gesichter drängen in die 2. Bundesliga. Wenn die 3. Liga am kommenden Wochenende ihren Spielbetrieb nach der Winterpause wieder aufnimmt, starten der souveräne Spitzenreiter 1. FC Heidenheim und der ärgste Verfolger RB Leipzig als Favoriten ins Aufstiegsrennen. Für beide Klubs wäre der Sprung ins Fußball-Unterhaus der größte Erfolg ihrer Vereinsgeschichte. Die ambitionierten Leipziger, vom österreichischen Red-Bull-Konzern unterstützt, könnten außerdem für ein weiteres Novum sorgen. Noch nie seit Einführung der eingleisigen 3. Liga ab der Saison 2008/09 gelang einem Aufsteiger der Durchmarsch.

Die Ausgangsposition der Heidenheimer um ihren Kapitän und Anführer Marc Schnatterer ist besonders komfortabel. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt liegt bereits zwölf Punkte vor dem Relegationsrang drei, stellt die sicherste Abwehr (13 Gegentreffer) und den erfolgreichsten Angriff (35 Tore). „Wir wollen nach der Winterpause zeigen, dass wir uns nicht mit unserer aktuellen Tabellensituation zufrieden geben“, sagt Schmidt. Als zusätzliche Alternative für die Hintermannschaft kam im Winter der erfahrene Innenverteidiger Daniel Vier (31/vom VfB Stuttgart II) zum FCH, der am Samstag (14.00 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den Chemnitzer FC in die zweite Saisonhälfte startet.

Der finanzkräftige Tabellenzweite aus Leipzig, der immerhin auch schon fünf Punkte Vorsprung vor dem Überraschungs-Dritten Darmstadt 98 hat, war auf dem Transfermarkt wesentlich aktiver und rüstete seinen Kader mit dem finnischen Abwehrspieler Mikko Sumusalo (HJK Helsinki), dem Österreicher Georg Teipl vom Kooperationspartner RB Salzburg, Diego Demme vom Zweitligisten SC Paderborn und Junioren-Nationalstürmer Federico Palacios-Martinez vom VfL Wolfsburg weiter auf. Keine acht Monate nach dem Sprung in die 3. Liga sind der bundesligaerfahrene Sportdirektor Ralf Rangnick und Trainer Alexander Zorniger auf dem besten Weg, die „Roten Bullen“ zum nächsten Aufstieg zu führen. „Die Menschen in Leipzig lechzen nach mehr“, sagte Zorniger dem SID.

Zum Auftakt ist am Samstag (14.00 Uhr) ein Heimsieg gegen Schlusslicht Wacker Burghausen Pflicht. Hinter dem Spitzenduo zeichnet sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen um die Aufstiegsrelegation ab. Den beiden punktgleichen Ex-Bundesligisten Darmstadt (mit dem besten Liga-Torschützen Dominik Stroh-Engel/15 Saisontreffer) und Hansa Rostock sitzen weitere ambitionierte Vereine wie Rot-Weiß Erfurt, der VfL Osnabrück und Wehen Wiesbaden im Nacken.

Selbst die Fans des finanziell angeschlagenen MSV Duisburg machen sich noch leise Hoffnungen auf den direkten Wiederaufstieg, zumal sich auch die Zebras im Winter verstärken konnten. Mit Nikolas Ledgerwood (zuletzt Hammarby IF/Schweden) kam sogar ein aktueller kanadischer A-Nationalspieler. Nicht um den Aufstieg, sondern um das sportliche Überleben geht es für den traditionsreichen 1. FC Saarbrücken, der als Tabellenvorletzter schon mit fünf Punkten Rückstand zum rettenden Ufer überwintern musste. Um noch eine erfolgreiche Aufholjagd starten zu können, griffen die Saarländer in der Winterpause tief in die Tasche. Der erfahrene Trainer Milan Sasic verstärkte sein Aufgebot gleich mit neun Neuzugängen, darunter gestandene Profis wie Stefan Reisinger (zuletzt Fortuna Düsseldorf), Kevin Pezzoni (Erzgebirge Aue) und Manuel Zeitz (SC Paderborn).