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Handball-Krimi gegen Hannover Final Four im Handball-Pokal: SC Magdeburg nach Krimi im Finale

06.04.2019, 15:44
Jubel über den Finaleinzug bei Magdeburgs Matthias Musche (l.) und Christian O'Sullivan.
Jubel über den Finaleinzug bei Magdeburgs Matthias Musche (l.) und Christian O'Sullivan. www.imago-images.de

Hamburg - Der SC Magdeburg hat beim Final Four um den DHB-Pokal das Endspiel erreicht. Der Bundesliga-Dritte besiegte die TSV Hannover-Burgdorf in einem wahren Halbfinal-Krimi in Hamburg mit 30:29 (15:11) und darf vom dritten Triumph nach 1996 und 2016 träumen.

Den Siegtreffer erzielte der überragende Michael Damgaard zwei Sekunden vor dem Ende. Es war sein 16. Tor. Magdeburgs Gegner am Sonntag (15.10 Uhr/ARD und Sky) ist der THW Kiel, der die Füchse Berlin besiegte.

Morten Olsen bester Werfer bei Hannover-Burgdorf

Für Hannover erzielte Morten Olsen sieben Tore, Timo Kastening und Kai Häfner trafen je sechs Mal. Rechtsaußen Kastening sah in der 36. Minute wegen groben Foulspiels die Rote Karte.

Der 2019 noch ungeschlagene SCM war nach dem jüngsten 24:23-Erfolg in der Liga gegen den bis dahin verlustpunktfreien Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt und zuletzt acht Siegen am Stück mit reichlich Selbstvertrauen in die Hansestadt gereist - und das war dem Team von Trainer Bennet Wiegert zunächst anzumerken.

SC Magdeburg kommt nach 21:24-Rückstand zurück

Aggressiver in der Abwehr, zielstrebiger im Angriff und mit einem überragenden Damgaard: Angeführt von ihrem dänischen Weltmeister, der allein im ersten Abschnitt neun Mal traf, dominierte der SCM das Spiel von Beginn an. Vor allem gegen die aufmerksame Magdeburger 6:0-Deckung um Kroaten-Koloss Zeljko Musa fand Hannover 30 Minuten lang kein Mittel.

Dies änderte sich im zweiten Abschnitt nach dem umstrittenen Platzverweis gegen Kastening beim Stand von 13:16. Vorn ging Hannover angetrieben von Nationalspieler Kai Häfner nun mit deutlich mehr Entschlossenheit in die Aktionen, hinten hielt der zur Pause eingewechselte Urban Lesjak einen Ball nach dem anderen. Der starke Morten Olsen brachte die Niedersachsen beim 19:18 (43.) erstmals in Führung, Häfner erhöhte wenig später auf 24:21.

Doch Magdeburg ließ sich nicht beirren, kämpfte sich vor allem Dank des unwiderstehlichen Damgaard zurück und entschied den Krimi vor 13.200 Zuschauern in der ausverkauften Barclaycard-Arena am Ende für sich. (sid/mz)

TSV Hannover-Burgdorf - SC Magdeburg 29:30 (11:15)

Tore TSV Hannover-Burgdorf: Olsen 7, K. Häfner 6, Kastening 6/1, Mävers 3/3, Pevnov 3, Büchner 2, Cehte 1, Feise 1
SC Magdeburg: M. Damgaard 16, R. Weber 5, O´Sullivan 3, Lagergren 2, Musche 2, Bezjak 1, Chrapkowski 1
Schiedsrichter: Christoph Immel (Tönisvorst)/Ronald Klein (Ratingen)
Zuschauer: 13200 (ausverkauft)
Strafminuten: 4 / 6
Disqualifikation: Kastening (35.) / -