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Niederlage im Test gegen Hannover Basketball-Bundesliga: Fitness der Lions ist noch ein Problem

Von Fabian Wölfling 04.10.2020, 19:24
Barbora Kasparkova
Barbora Kasparkova H. John

Halle (Saale) - So richtig freuen konnten sich die Gisa Lions nicht über die Geschenke. Zum ersten Spiel vor Fans seit Monaten, rund 250 waren in die Erdgas Sportarena gekommen, hatte ein treuer Fan für jede Spielerin des Basketball-Bundesligisten eine Rose mitgebracht. Und übergab die auch trotz der 56:69-Niederlage gegen den THK Hannover im zweiten von drei Testspielen vor der Saison. „Im Großen und Ganzen bin ich aber nicht unzufrieden“, sagte Coach Peter Kortmann. Bis zum ersten Pflichtspiel im Pokal in drei Wochen wartet aber noch Arbeit auf den Lions-Trainer. Die Erkenntnisse nach dem Test:

Klare Leistungsträger:

Das Spiel zeigte bereits, wer die prägenden Spielerinnen im Lions-Spiel sein werden. Eilidh Simpson führte gut Regie, sie kam auf zwölf Punkte und zehn Rebounds. Dazu spielte Barbora Kasparkova mit elf Punkten eine gute Partie. Riesiges Potenzial bringt Naheria Hamilton mit. Die 22-jährige Center-Spielerin absolviert ihre erste Profisaison, machte deshalb einige vermeidbare Fehler, stellte etwa Blöcke öfter falsch. Aber die 1,93 Meter Frau ist unter dem Korb kaum zu stoppen, kann dazu auch werfen. 14 Punkte markierte die US-Amerikanerin. „Meine erste Sechs steht“, sagte Kortmann nach dem Test. Zu der zählen auch noch die US-Girls Candice White und Darien Huff, sowie Klauda Grudzien. Außen vor ist dagegen Inken Henningsen. Die frühere Nationalspielerin durfte gegen Hannover nur für 1:47 Minuten auf das Parkett. „Die anderen trainieren einfach besser“, begründete Kortmann.

Fehlende Fitness:

Über Ansätze kamen White, Huff und Grudzien gegen Hannover aber nicht hinaus. Zusammen erzielten sie nur acht Punkte. Was, so der Coach, vor allem einen Grund hat: fehlende Fitness. „Die ist insgesamt ein großes Problem, das sieht man“, sagte der 59-Jährige. Und meinte damit nicht nur das Trio. So trafen die Lions nur zwei von 18 Dreiern. „Weil die Beine schwer sind.“ Klar ist deshalb: Bis zum Saisonstart müssen die Lions noch Kondition bolzen.

Zu wenig Abstimmung:

In der Verteidigung halfen sich die Lions nicht gut, wenn eine Spielerin geschlagen wurde, offensiv fehlten die Linie und das Tempo, wenn Simpson mal auf der Bank saß. Insgesamt prägten viele kleine Fehler das Spiel. Die mit neun neuen Spielerinnen agierende Mannschaft muss noch an der Abstimmung arbeiten. (mz)