Unklare Rechtslage

Streit um DFB-Pokal-Teilnehmer aus Sachsen-Anhalt – Magdeburg muss weiter zittern

Am Samstag hatten die Magdeburger allen Grund zum Jubeln - doch dürfen sie wirklich DFB-Pokal spielen?
Am Samstag hatten die Magdeburger allen Grund zum Jubeln - doch dürfen sie wirklich DFB-Pokal spielen? (Foto: Ronny Hartmann/dpa)

Magdeburg - Am Samstagnachmittag schien alles klar: Pünktlich zum Entscheidungsspiel zwischen dem Halleschen FC und dem 1. FC Magdeburg hatte der Fußballverbandes Sachsen-Anhalt (FSA) laut MDR klargestellt: Der Sieger der Partie spielt in der kommenden Saison DFB-Pokal.

Doch obwohl die Magdeburger das Spiel nach einer dramatischen Schlussphase gewannen, müssen sie weiter zittern. Denn wirklich klar ist offenbar noch gar nichts. Die für Montag angekündigte Entscheidung des FSA-Schiedsgerichtes wurde vertagt. Stattdessen wurde am Montag nach Auskunft von Frank Pohl, Geschäftsführer des FSA, das Schiedsgericht erst angerufen. Eine Entscheidung dürfte nach Angaben des MDR erst in den nächsten zwei Wochen fallen.

Das Verbandsgericht des FSA hatte die Pokallösung des Verbandes am Freitag gekippt. Ursprünglich sollte der Wettbewerb eingefroren und in der Saison 2021/22 fortgesetzt werden. Achtligist SV Graf Zeppelin Abtsdorf hatte dagegen geklagt, war in erster Instanz unterlegen und hatte Berufung eingelegt. Das Verbandsgericht hat die Berufung zwar zurückgewiesen, gleichzeitig aber auch den Verbandsbeschluss gekippt. Nun muss das Schiedsgericht des FSA entscheiden. (mz/dpa)