1. FC Magdeburg gewinnt gegen BVB II

FCM unaufhaltsam: Nur noch zwölf Punkte fehlen bis zum Aufstieg

Von Fabian Wölfling Aktualisiert: 21.02.2022, 09:45
Der überragende Baris Atik ist mit dem FCM auf dem Weg in die 2. Bundesliga.
Der überragende Baris Atik ist mit dem FCM auf dem Weg in die 2. Bundesliga. (Foto: imago images/Eibner)

Magdeburg/MZ/dpa - In Magdeburg hat inzwischen die Zeit der Hochrechnungen begonnen. Längst geht es nicht mehr um das Ob, sondern nur noch um das Wann. Wann wird der 1. FC Magdeburg, der nahezu unschlagbare Tabellenführer der dritten Fußballliga, den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt gemacht haben?

Mit dem 2:0 (0:0) im Heimspiel gegen die Reserve von Borussia Dortmund am Samstag haben die Blau-Weißen ihre Punkteausbeute auf 61 Zähler nach 27 Spielen ausgebaut. Weit weg ist der Aufstieg damit nicht mehr. In der Drittligahistorie ist ein Team mit mindestens 73 Punkten bisher immer aufgestiegen. Oft genügten sogar weniger Zähler. Heißt: Aus elf Spielen müssen nur noch zwölf Punkte her. Nicht unwahrscheinlich, dass die Marke bereits im April erreicht ist.

Elfmeter und Eigentor reichen 1. FC Magdeburg zum Sieg gegen BVB II

Dabei ist es nicht mehr der Hurra-Fußball, der den FCM derzeit auszeichnet. Mittlerweile sind es andere Eigenschaften, die zum Erfolg führen. Gegen Dortmund war es die Geduld. „Wir wussten, dass das ein Geduldsspiel ist. Wir haben die Tore in der zweiten Halbheit gemacht. Wir sind die, die mit drei Punkten vom Platz gehen - das ist die Hauptsache“, sagte FCM-Torhüter Dominik Reimann dem MDR.

Nicht nur Reimann, auch sein Torwart-Gegenüber Luca Unbehaun hatten zu Beginn nicht viel zu tun. Dann aber schnürte Magdeburg den BVB phasenweise ein. Immanuel Pherai (25.) köpfte einen Schuss von Andreas Müller von der Linie, Topscorer Baris Atik scheiterte an Unbehaun (36.).

Nach der Pause wurde Dortmund aktiver, der ehemalige HFC-Profi Antonios Papadopoulos (49./52.) scheiterte an Reimann. Immer wieder waren die Blau-Weißen jedoch im Gästestrafraum präsent und wurden belohnt. Tatsuya Ito wurde gefoult, Atik verwandelte den Elfmeter sicher (62.). Kurz darauf lag der Ball nach Abschluss von Amara Condé per Eigentor von Franz Pfanne erneut im Netz (67.).

FCM eilt von Sieg zu Sieg: Trainer Christian Titz betont die Arbeit

Cheftrainer Christian Titz hatte seinem Team vorhergesagt, dass der BVB nicht im Vorbeigehen bezwungen werden kann. „Wir haben das Spiel kontrolliert gegen eine Mannschaft, die tief stand und die versucht hat, über Konter zum Erfolg zu kommen“, analysierte der Coach.

Die Erfolgsserie seiner Mannschaft ist für Titz alles andere als Routine. „Das ist ganz viel Arbeit und man benötigt auch immer ein wenig Spielglück. Man darf es nicht auf die leichte Schulter nehmen“, betonte der Trainer.