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Filmfestspiele Zukunft der Berlinale: Außerordentliche Sitzung geplant

Nach kontroversen Auftritten bei der Berlinale lädt Kulturstaatsminister Weimer zu einer Sondersitzung ein. Im Fokus steht laut der „Bild“ die Zukunft von Festivalchefin Tricia Tuttle.

Von dpa 25.02.2026, 13:40
Bei einer einberufenen Sitzung wird es um die Zukunft der Berlinale-Chefin Tricia Tuttle gehen. (Archivbild)
Bei einer einberufenen Sitzung wird es um die Zukunft der Berlinale-Chefin Tricia Tuttle gehen. (Archivbild) Christoph Soeder/dpa

Berlin - Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat eine außerordentliche Sitzung zur Ausrichtung der Berlinale einberufen. Sie soll am Donnerstagvormittag stattfinden, wie sein Sprecher auf Anfrage bestätigte. Der „Bild“-Zeitung zufolge soll es um die Zukunft von Berlinale-Chefin Tricia Tuttle gehen. 

Auf Weimers Initiative treffen sich demnach die Führungsgremien der für die Berlinale zuständigen Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH (KBB). Weimer ist Vorsitzender des Aufsichtsrats. 

Der „Bild“ zufolge soll Tuttle abberufen werden. „Es soll eine Aussprache zur Ausrichtung der Berlinale geben. Zu weiteren Spekulationen äußern wir uns nicht“, teilte der Sprecher mit. Die Berlinale war zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar. 

Nahostkonflikt löste Debatte auf Berlinale aus

Hintergrund sind laut „Bild“ propalästinensische Auftritte auf der Berlinale. Der syrisch-palästinensische Regisseur Abdallah Alkhatib gewann bei den Filmfestspielen einen Preis für das beste Spielfilmdebüt und verband seine Dankesrede mit scharfer Kritik an der Haltung der Bundesregierung im Gaza-Krieg. 

Weimer sagte nach der Preisverleihung: „Die Pali-Aktivistenszene hat auf der Berlinale mit Israel-Hass, Aggressivität und Bekenntnisnötigungen ihre hässliche Fratze gezeigt.“ Es seien Jury-Arbeiten und Preisverleihungen für „politische Destruktion“ missbraucht worden.