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Vorwurf der Zwangsprostitution Verdächtige in U-Haft nach Razzia im Rotlichtmilieu

Sie sollen Frauen aus Vietnam mit dem Versprechen auf Arbeit gewerbsmäßig gelockt und dann zur Prostitution gezwungen haben. Nun sitzen die beiden mutmaßlichen Köpfe der Bande vorerst hinter Gittern.

Von dpa 27.02.2026, 14:44
Die Gruppe soll Frauen aus Vietnam nach Deutschland geschleust und zur Prostitution gezwungen haben. (Symbolbild)
Die Gruppe soll Frauen aus Vietnam nach Deutschland geschleust und zur Prostitution gezwungen haben. (Symbolbild) Hauke-Christian Dittrich/dpa

Chemnitz/Halle - Nach Durchsuchungen im Rotlichtmilieu wegen des Vorwurfs der Zwangsprostitution sitzen zwei der Hauptverdächtigen in Untersuchungshaft. Eine 47-jährige Vietnamesin und ihr 42-jähriger Bruder sind auf Anordnung des Amtsgerichts Chemnitz in sächsische Justizvollzugsanstalten gebracht worden, wie die Polizeidirektion Chemnitz mitteilte.

Ein ebenfalls festgenommener 47-jähriger Deutscher ist indes unter Auflagen entlassen worden. Die Drei sollen Teil einer Gruppe gewesen sein, die zahlreiche Frauen aus Vietnam nach Deutschland geschleust und zur Prostitution gezwungen haben. 

Halle als Zentrum der mutmaßlichen Bande

Am Donnerstag hatten Ermittler 31 Wohnungen und Geschäftsräume in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachen, Thüringen und Berlin durchsucht und die drei Hauptverdächtigen in Halle an der Saale festgenommen. In der Stadt im südlichen Sachsen-Anhalt soll das Zentrum dieser illegalen Machenschaften gewesen sein.

Im Zuge der Durchsuchungen waren auch 19 Vietnamesinnen aufgegriffen worden, die offenkundig illegaler Prostitution nachgegangen seien, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Außerdem fanden die Ermittler rund 214.000 Euro, rund 33.000 Euro Falschgeld und Dutzende Handys, Datenträger und Unterlagen. Diese würden nun nach und nach ausgewertet.