Gastronom Sternekoch Tim Raue: Angst vor Armut sitzt tief
Für den Gastronom bleibt das Private Nebensache, wie er sagt. Was Raue antreibt - und warum er immer noch wie ein Eichhörnchen hortet.

Berlin - Sternekoch Tim Raue sieht sich bis heute stark geprägt von Erfahrungen seiner Kindheit. „Wenn du von ganz unten kommst, wie ich, dann versuchst du, alles anzunehmen und festzuhalten“, sagte der 51-Jährige dem Berliner „Kurier“. „Ich habe gehortet wie ein Eichhörnchen. Die Angst, arm zu sein, sitzt tief.“ Noch immer rechne er nach, „was ich habe, um mich zu beruhigen“. Seine Kindheit sei schlimm gewesen. „Es gab viel Gewalt.“
Er definiere sich über Arbeit. „Tim privat ist ein kleiner Teil meiner Persönlichkeit“, sagte der Gastronom. „Wenn 100 Prozent mein Leben sind, sind etwa 10 Prozent privat. 90 Prozent sind Kochen, Gastronomie, Geschäft.“