1. MZ.de
  2. >
  3. Panorama
  4. >
  5. Islamismus: Senat: Anti-israelische Hetze erreicht auch Kinder online

Islamismus Senat: Anti-israelische Hetze erreicht auch Kinder online

Linksextreme und Islamisten finden trotz Gegensätzen gemeinsame Feindbilder – können sie damit über Social-Media-Portale sogar Minderjährige ansprechen?

Von dpa 17.01.2026, 11:46
In Berlin gab es zahlreiche propalästinensische Demonstrationen. (Archivbild)
In Berlin gab es zahlreiche propalästinensische Demonstrationen. (Archivbild) Paul Zinken/dpa

Berlin - Israelfeindliche und antisemitische Hetze erreicht über Internetportale nach Einschätzung des Berliner Senats auch Jugendliche und Kinder. Verfassungsfeindliche Akteure verbreiteten diese Propaganda gezielt, um möglichst viele Menschen anzusprechen. Spezielle Angebote für Minderjährige seien zwar aktuell nicht bekannt, antwortete die Senatsinnenverwaltung auf eine SPD-Anfrage. 

Aber besonders wegen der umfangreichen Nutzung Sozialer Medien durch anti-israelische Akteure aus dem Linksextremismus und dem Islamismus gehe man davon aus, dass diese „verfassungsschutzrelevante“ Propaganda auch Kinder und Jugendliche erreiche. 

Senat: Schnittmengen zwischen Linksextremisten und Islamisten

Dabei gebe es trotz zum Teil widersprüchlicher Ideologien auch Schnittmengen zwischen Linksextremisten und Islamisten, schreibt die Senatsinnenverwaltung. Zu den Gemeinsamkeiten zählten die Ablehnung des Westens, insbesondere der USA, Israels und sonstiger Demokratien. Israel werde das Existenzrecht abgesprochen, der Terrorangriff auf Israel 2023 als legitimer Widerstand bezeichnet.

In Berlin sei vor allem das „Vereinigte Palästinensische Nationalkomitee“ (VPNK) ein wesentliches Forum, in dem Anhänger der ursprünglich linksextremistischen palästinensischen „Volksfront für die Befreiung Palästinas“ (PFLP) und der islamistischen Hamas gemeinsam agierten. So werde ein großer Teil der radikalen anti-israelischen Demonstrationen in Berlin von Anhängern der PFLP durchgeführt.