Langstreckenverbindungen Regierung offen für Emirates-Lizenz am BER
Seit Jahren will die Fluggesellschaft Emirates auch den Hauptstadtflughafen BER anfliegen - dafür aber kein anderes deutsches Drehkreuz aufgeben. Nun hat sich die Bundesregierung der Sache angenommen.

Berlin/Schönefeld - Die Bundesregierung zeigt sich offen für Start- und Landemöglichkeiten für die Fluggesellschaft Emirates am Hauptstadtflughafen BER. „Die Vereinigten Arabischen Emirate wünschen sich einen Ausbau der Verbindungen von und nach Deutschland, weshalb auch das Thema Landerechte - neben vielen anderen Themen - angesprochen wurde“, teilte ein Regierungssprecher auf Anfrage mit. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) war kürzlich im Rahmen einer Reise durch die Golfregion zu Besuch in dem Land.
Die Regierung arbeite demnach intensiv daran, die Möglichkeiten internationaler Flugverbindungen von und nach Deutschland zu erweitern. Eine Entscheidung in der Frage ist bislang aber noch offen. Zuvor hatte die „Zeit“ darüber berichtet.
Das Thema Fluglizenzen für Emirates am BER ist seit Jahren ein Streitthema. Die Fluglinie darf unter bisherigen Regeln maximal vier deutsche Flughäfen bedienen: Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg. Einen dieser Standorte zugunsten von Berlin aufzugeben, kam für das Unternehmen bisher nicht infrage.
Mehr Langstreckenverbindungen am BER
Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) unter Chefin Aletta von Massenbach sowie die beiden beteiligten Bundesländer fordern deshalb schon lange eine zusätzliche Lizenz, um mehr Langstreckenverbindungen am BER anbieten zu können.
Entsprechend positiv reagierten nun die Regierungschefs von Berlin und Brandenburg, Kai Wegner (CDU) und Dietmar Woidke (SPD), auf die Bereitschaft der Bundesregierung, über die Frage zu verhandeln.
„Die Menschen und Unternehmen in der Hauptstadtregion erwarten, dass es mehr Direktverbindungen ohne unnötige und ökologisch fragwürdige Umstiege an anderen europäischen oder deutschen Flughäfen gibt“, teilten sie in einer gemeinsamen Erklärung mit. „Eine Direktverbindung in eine wichtige globale Wachstumsregion stärkt ganz Ostdeutschland als Wirtschaftsstandort, wird mehr Investitionen in die Region bringen und neue Arbeitsplätze schaffen.“
Der Emirates-Wettbewerber Lufthansa lehnt eine weitere Lizenz für den Konkurrenten in Deutschland hingegen strikt ab.