Tarifkonflikt der Länder Neuerlicher Warnstreik am Uniklinikum Jena
Im Tarifstreit im öffentlichen Dienst der Länder hat Verdi an mehreren Unikliniken in Deutschland zu Warnstreiks aufgerufen. Auch Jena ist betroffen. Dringende Behandlungen sind aber gewährleistet.

Jena - Das Universitätsklinikum Jena ist am Dienstag vom bundesweiten Tarifkonflikt der Landesbeschäftigten im öffentlichen Dienst betroffen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten von Thüringens einzigem Uniklinikum zu einem neuerlichen Warnstreik aufgerufen.
Sie will damit den Druck auf die Arbeitgeberseite, die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), erhöhen. Patienten des Jenaer Klinikums müssen sich bei geplanten Untersuchungs- und Behandlungsterminen auf streikbedingte Einschränkungen einstellen. Die Notfallversorgung und lebenswichtige Behandlungen sind aber auch während des Warnstreiks gewährleistet, wie das Klinikum mitteilte.
Verdi hat für Dienstag einen Demonstrationsmarsch der Streikenden durch das Wohngebiet Lobeda angekündigt, wo das Klinikum seinen Sitz hat. Es ist bereits der zweite Warnstreik am Jenaer Uniklinikum im laufenden Tarifkonflikt.
In der zweiten Verhandlungsrunde am 15./16. Januar hätten die Arbeitgeber kein verbindliches Angebot vorgelegt, kritisierte Verdi. Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder unter anderem sieben Prozent mehr Gehalt - monatlich mindestens 300 Euro mehr – und eine Aufstockung der Zuschläge für Arbeit zu ungünstigen Zeiten, etwa nachts.