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  5. Hochschulen: Neubau der Kunsthochschule Halle verzögert sich deutlich

Hochschulen Neubau der Kunsthochschule Halle verzögert sich deutlich

Eigentlich sollte das Gebäude 2027 fertig werden. Jetzt geht es dann vielleicht erst los. Wovon der Baustart abhängt und was derzeit geplant ist.

Von dpa 14.02.2026, 04:00
Die Burg Giebichenstein sollte eigentlich schon 2027 einen Neubau bekommen. (Archivbild)
Die Burg Giebichenstein sollte eigentlich schon 2027 einen Neubau bekommen. (Archivbild) Jan Woitas/dpa

Halle - Der Neubau für die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle wird sich deutlich verzögern. Vorbehaltlich einer parlamentarischen Entscheidung wird derzeit von einem Baubeginn im Oktober 2027 ausgegangen, teilte eine Burg-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit. In dem neuen Hochschulgebäude soll der Bereich Kunst unterkommen. 

In früheren Planungen war vorgesehen, dass der Bau 2027 fertig wird. Das gelte laut Sprecherin inzwischen als nicht mehr realistisch. Derzeit werde - abhängig vom weiteren Projektverlauf - nicht vor dem Jahr 2030 mit einer Fertigstellung des Baus gerechnet. 

Dem aktuellen Planungsstand nach belaufen sich die Gesamtkosten des Neubaus auf rund 41 Millionen Euro - zuzüglich der Kosten für die Ersteinrichtung. Vier Millionen Euro sollen aus Rücklagen der Kunsthochschule finanziert werden. Ursprünglich lagen die Kalkulationen bei über 53 Millionen Euro. Dies war vom Land jedoch als unwirtschaftlich abgelehnt worden.

Über 3.000 Quadratmeter für Ateliers und mehr

Laut derzeitiger Planungen soll der Finanzausschuss des Landtages Sachsen-Anhalt in seiner Februarsitzung über das Vorhaben entscheiden. Grundlage für die Entscheidung im Finanzausschuss ist weiterhin ein Neubau ohne Unterkellerung. Anstelle einer ursprünglich geplanten Mensa ist nun eine Cafeteria vorgesehen. An der Burg in Halle studieren über 1.000 Menschen aus dem In- und Ausland.

Vorgesehen ist die Errichtung eines Atelier- und Werkstattgebäudes mit einer Fläche von rund 3.300 Quadratmetern. Dazu zählen unter anderem eine „Burg Galerie“ sowie Seminarräume für das Lehramtsstudium. Änderungen am Nutzungskonzept sind nach Angaben der Hochschule nicht vorgesehen.

Umzüge werden vorbereitet

Obwohl noch nicht klar ist, wann der Neubau fertig sein wird, bereitet die Kunsthochschule derzeit bereits erste Maßnahmen vor. Diese betreffen insbesondere die Umzüge aus einem auf dem Baugrundstück befindlichen Gebäude, das abgerissen werden soll, wie es hieß.

Die Umzüge sollen nach aktuellem Stand bis zum Ende des Sommersemesters 2026 abgeschlossen sein. Ab November 2026 sind demnach bauvorbereitende Arbeiten wie Abbruchmaßnahmen sowie archäologische Untersuchungen vorgesehen.