Umfrage Manja Schüle ist Wissenschaftsministerin des Jahres
Jedes Jahr fragt der Deutsche Hochschulverband seine Mitglieder, wie sie die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern bewerten. Erstmals belegt die Brandenburger SPD-Ressortchefin Schüle Platz eins.

Potsdam - Die Brandenburger SPD-Politikerin Manja Schüle ist in einer Umfrage zur Wissenschaftsministerin des Jahres gekürt worden. An der bundesweiten Online-Umfrage beteiligten sich nach Angaben des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) 2.222 Verbandsmitglieder.
Schüle zeigte sich „zutiefst dankbar“. „Gerade in Zeiten, in denen die Wissenschaftsfreiheit infrage gestellt und angegriffen wird, verstehe ich diese Auszeichnung als Auftrag, noch entschiedener an der Seite der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Brandenburg zu stehen“, erklärte sie in einer Mitteilung.
Schüle verweist auf Entwicklung der Hochschulen
Die SPD-Politikerin verwies unter anderem auf eine Trendwende bei den Studierendenzahlen, den Aufbau der Universitätsmedizin in Cottbus und die Stärkung des Wissenschaftsstandorts Potsdam wegen der geplanten Investitionen der Hasso-Plattner-Stiftung. Der SAP-Mitgründer Plattner will über seine Stiftung einen neuen Uni-Campus bauen und seine IT-Forschungseinrichtung - das Hasso-Plattner-Institut - erweitern.
Schüle kam bei der Umfrage erstmals auf den ersten Platz, gefolgt von Armin Willingmann (SPD) aus Sachsen-Anhalt und Petra Olschowski (Grüne) aus Baden-Württemberg. Im Vorjahr lag Ministerin Schüle auf Platz drei. Die Auszeichnung wird im Rahmen der Gala der Deutschen Wissenschaft am 23. März in Berlin vergeben. Schüle ist seit 2019 Kultur- und Wissenschaftsministerin in Brandenburg. Sie wird auch als eine mögliche Kandidatin für die Nachfolge von Ministerpräsident Dietmar Woidke genannt.
Für das Ranking wurden die DHV-Mitglieder gefragt, inwieweit sie die Bundesministerin beziehungsweise ihre Landesministerinnen und -minister als geeignet für ihr Amt ansehen. Die Mitglieder konnten zwischen dem 13. November und dem 12. Dezember 2025 ihre Bewertung abgeben. Die Einladungen zur Teilnahme gingen elektronisch an 28.955 Mitglieder, für die eine E-Mail-Adresse vorlag. Der Verband ist die Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland. Das Zentrum für Evaluation und Methoden (ZEM) erstellte die Umfrage.