Fußball Magdeburg unterliegt Karlsruher SC trotz Aufbäumen
Der 1. FC Magdeburg steckt in der 2. Bundesliga weiter tief im Abstiegskampf. Gegen den KSC leitet ein Fehlpass die dritte Niederlage in Serie ein. Magdeburg wacht zu spät auf.

Magdeburg - Jetzt wird es für den 1. FC Magdeburg richtig ungemütlich. Nach dem 1:3 gegen den Karlsruher SC, der dritten Pleite hintereinander, stht das Team von Petrik Sander auf einem Abstiegsplatz. Dariusz Stalmach (66.) erzielte sein erstes FCM-Tor. Karlsruhes Louey Ben Ferhat (20., 53.) und Marvin Wanitzek (87.) trafen für den KSC.
„Wir machen es den Gegnern viel zu leicht, Tore gegen uns zu schießen. Jeder Gegner sagt, ihr spielt so toll Fußball, aber Arschlecken, das bringt uns gar nichts“, sagte Philipp Hercher nach dem Spiel. „Mir ist es egal, wie wir spielen, wir müssen Spiele gewinnen. Das ist das wichtigste, alle wollen in der Liga bleiben“, pflichtete Torschütze Stalmach bei.
Ein Magdeburger Fehler führt einmal mehr zum Gegentor
Beim 1. FC Magdeburg rührte Trainer Petrik Sander an Stammkräften: Marcus Mathisen nahm auf der Bank Platz, stattdessen startete Silas Gnaka. Dazu ersetzte Richmond Tachie auf Rechsaußen Gladbach-Leihgabe Noah Pesch. Tachie hatte auch die erste Gelegenheit der Partie, köpfte einen Ball am langen Pfosten ans Außennetz (1.). Danach entwickelte sich ein temporeiches Spiel, in dem der KSC oft in Pressingsituationen kam und die Gastgeber so unter Druck setzte.
Der FCM versuchte es öfter aus der Distanz, die Bälle waren aber meist zu zentral. Einen unnötigen Fehlpass von Jean Hugonet nutzte Ben Farhat zur Gästeführung (20.). Trainer Sander korrigierte in der Pause, brachte Mathisen und Dariusz Stalmach für Hugonet und Gnaka. Auf dem Platz wirkte sich das nicht aus: Der FCM verteidigte am eigenen Strafraum nicht konsequent und die Gäste erhöhten durch Ben Farhat.
FCM wacht zu spät auf
Immer wieder fehlte den Elbestädtern der Zugriff in Zweikämpfen, verloren die Blau-Weißen auch eigentlich bereits gesicherte Bälle. So waren die Gäste dem nächsten Treffer gefühlt immer näher als der FCM dem Anschluss. Der gelang dennoch durch Stalmach, der eine seltene Unordnung in der KSC-Deckung nutzte. Danach erst riss der FCM die Partie an sich, kam aber trotz zahlreicher Gelegenheiten nicht mehr zum Ausgleich. Stattdessen entschied Wanitzek die Partie.
„Wir brauchen Zweikämpfe mit Biss und müssen Tore schießen. Der letzte Teil der Hinrunde macht Mut, da waren wir ungeschlagen und hatten einige Zu-Null-Spiele. Jetzt müssen wir den Schalter schnellstens umlegen, sonst wird es ungemütlich. Eine Änderung auf der Trainerposition ist aber nicht nötig, wir haben auch mit dem Duo gezeigt, dass wir Punkte holen können“, sagte Kapitän Dominik Reimann bei Sky.