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Fußball-Bundesliga Machtkampf in Hoffenheim: Andreas Schicker bleibt

Aus den Turbulenzen in der Führung der TSG Hoffenheim geht Hopp-Gegner und Interimspräsident Christoph Henssler als Verlierer hervor. Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker bleibt, Henssler tritt ab.

Von dpa Aktualisiert: 09.02.2026, 19:06
Bleibt Hoffenheims Sport-Geschäftsführer: Andreas Schicker (Archivbild)
Bleibt Hoffenheims Sport-Geschäftsführer: Andreas Schicker (Archivbild) Uwe Anspach/dpa

Zuzenhausen - Andreas Schicker bleibt im Machtkampf beim Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim Sport-Geschäftsführer. Dies hat der Vereinsvorstand des Fußball-Bundesligisten nach dpa-Informationen beschlossen. Die ursprünglich für diesen Montagabend angesetzte Gesellschafterversammlung fand nicht statt. Zudem gab Interimspräsident Christoph Henssler seinen Rücktritt bekannt. 

Zuvor hatte der „Kicker“ über eine juristische Maßnahme von Mäzen Dietmar Hopp berichtet: Der 85-Jährige hatte einen Antrag beim Landgericht Heidelberg gestellt, wonach die Durchführung der Versammlung untersagt werde. Nach Angaben einer Landgerichtssprecherin gegenüber der dpa ist dem Antrag stattgegeben worden.   

Stimmmehrheit liegt schon länger wieder beim Verein 

Bei den Kraichgauern tobt schon länger ein Machtkampf zwischen Henssler und Hopp. Der Milliardär hält zwar als Gesellschafter 96 Prozent der Kapitalanteile an der Spielbetriebs GmbH, hat aber seine Stimmrechte vor gut zwei Jahren an den eingetragenen Verein zurückgegeben.    

Zuletzt hatte sich Hoffenheim von den drei Geschäftsführer-Kollegen Schickers getrennt. Nun stand auch der 39 Jahre alte Österreicher zur Disposition, obwohl die TSG als Tabellendritte auf Champions-League-Kurs liegt. Eine mögliche Herabstufung zum Sportdirektor hatte Schicker klar abgelehnt.

Auch Torwart Baumann macht sich für Schicker stark

Hopp unterstützt Schicker „aus voller Überzeugung.“ Für dessen angedachte Abberufung „fehlt mir, gelinde gesagt, jegliches Verständnis. Wie können wir den Erfolg unseres Clubs riskieren?“, hatte er zuletzt gesagt. Nach der 1:5-Niederlage beim FC Bayern hatten sich auch Profis wie Kapitän und Nationaltorhüter Oliver Baumann und Grischa Prömel sowie Trainer Christian Ilzer für ein Bleiben Schickers starkgemacht. 

Fan-Gruppierungen hatten in der Vergangenheit aber auch die Einflussnahme Hopps und vor allem von dessen Vertrauten Roger Wittmann, Spielerberater im Profifußball, bei den Kraichgauern kritisiert.