„Fröhlichster Tag“ im Kalender „Licht gegen Dunkelheit“: Jüdische Gemeinde feiert Purim
Seit wenigen Tagen herrscht wieder Krieg im Nahen Osten. Trotz dieses Konflikts wollte sich die israelische Gemeinde in Berlin beim Purim-Fest die Laune nicht verderben lassen.

Berlin - Mit Kostümen, Masken und bunten Luftballons hat die Jüdische Gemeinde Chabad Berlin das Purim-Fest gefeiert. „Gerade in diesem Jahr, angesichts der aktuellen Ereignisse, setzen wir Licht gegen Dunkelheit – mit Zusammenhalt, Hoffnung und Lebensfreude“, hieß es in einer Mitteilung der Gemeinde. Beim Purim soll an die Rettung der jüdischen Gemeinschaft im antiken Persien erinnert werden, es ist ein „Fest der Freude und des Miteinanders“.
Gute Stimmung trotz angespannter Lage
Die Stimmung sei ausgelassen gewesen, berichtete ein dpa-Reporter. Man wolle trotz der traurigen Ereignisse ein fröhliches Fest miteinander verbringen, sagte ein Gemeindemitglied. „Freude ist die beste Antwort auf die Herausforderungen, mit denen unsere Gesellschaft konfrontiert ist“, ergänzte Rabbiner Yehuda Teichtal, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin.
Bei der Feier tragen vor allem die Kinder Kostüme und es werden Geschenke ausgetauscht. Nach der Kinderfeier gab es ein großes Essen mit Live-Musik.
Israel und die USA führen aktuell Krieg gegen den Iran. Die USA wollen ihre Attacken im Iran nach den Worten von US-Präsident Trump deutlich verstärken. Auch der Iran kündigte eine Ausweitung der Angriffe an. Die Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht der Islamischen Republik, feuerten nach eigenen Angaben seit Beginn des Kriegs Hunderte ballistische Raketen und mehr als 700 Drohnen auf Ziele in Israel sowie auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion ab.